«Wir leben nicht in einer Gerümpelkammer»

Im neuen Bettenhaus des Triemlispitals ist für die Patienten alles schön und hochmodern. Ihre Zimmer wurden komplett neu eingerichtet. Anders ist es für die Ärzte und das Pflegepersonal: Obwohl beim Umzug gründlich ausgemistet wurde, arbeiten sie auch weiterhin grösstenteils im alten Mobiliar.

Schon vor dem Umzug legte die Spitalleitung des Triemli fest, dass nicht mehr als die Hälfte der Einrichtung ausgewechselt werden soll. Nun sind die neuen Büros zu 80 Prozent mit Möbeln aus dem alten Bettenhaus ausgestattet.

Aus Alt mach Neu

«Alles was nutzbar ist, wurde gezügelt», sagt dazu Ressortleiterin Cornelia Benz. Und schiebt nach: «Wir haben ja nicht in einer Gerümpelkammer gelebt.» Was nicht mehr ganz tauglich war, wurde in der hauseigenen Schreinerei wieder aufgemöbelt: «Aus drei kaputten Patientenlehnstühlen machten wir einen ganzen», erzählt Gert Kilbert, der den ganzen Umzug organisiert hat.

Tonnenweise Elektroschrott

Nicht so einfach ist es bei den elektronischen Geräten. Die einst topmodernen Patienten-Universal-Terminals, mit denen die Patienten telefonieren, Radio hören oder TV schauen konnten, sind nicht mehr zu gebrauchen: «Das ist nichts mehr wert und kann auch nirgends mehr eingesetzt werden, die Technologie ist veraltet», erklärt Cornelia Benz.

Ein wenig anders sieht es bei medizinischen Geräten aus. Diese werden von karitativen Einrichtungen gerne entgegengenommen und in Spitälern im Ausland eingesetzt.

(kerf; Regionaljournal Zürich Schaffhausen)