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Zürich Schaffhausen «Wir müssen in Winterthur nicht alles neu erfinden»

Sechs Jahre lang präsidierte Ursula Braunschweig den Ausländerbeirat der Stadt Winterthur. Ein Gremium, welches den Stadtbehörden einen direkten Draht zur ausländischen Wohnbevölkerung verschafft. Nun gibt Ursula Braunschweig das Amt ab und freut sich, dass Bewegung in den Ausländerbeirat kommt.

Legende: Audio «Ursula Braunschweig im Gespräch (25.5.2014)» abspielen. Laufzeit 21 Minuten.
21 min

Nach 12 Jahren sei die Zeit reif für eine neue Ausrichtung des Ausländerbeirats. Das stellt Ursula Braunschweig im Interview als «Regionaljournal Wochengast» fest. Als Anlaufstelle des Stadtrats in Ausländerfragen brauche es vermehrt Fachkompetenz. Ausserdem hätten die Deutschkenntnisse der Mitglieder des Beirats teilweise nicht genügt.

Deshalb begrüsst die 65-Jährige die neue Zusammensetzung des Gremiums, welche der Beirat selbst aber auch der Stadtrat angeregt haben. Interessierte können sich derzeit bei der Integrationsstelle der Stadt Winterthur um den Einsitz im Ausländerbeirat bewerben.

Langwierige Prozesse mit wenig Wirkung

Das Mitwirken am neuen Integrationsleitbild oder die Schaffung einer Ansprechperson für Migrationsfragen im Schuldepartement gehören zu den Errungenschaften des Ausländerbeirats, die Ursula Braunschweig sehr freuen. Trotzdem seien die Prozesse - wie das nun mal in der Politik so sei - oft langwierig gewesen und im besten Falle hätten ihre Stellungnahmen wie «einen Tropfen auf dem heissen Stein» etwas bewirkt, sagte die abtretende Präsidentin im «Regionaljournal Zürich Schaffhausen».

Noch nicht gelöst sieht sie die Frage, «wie bringen wir die Informationen zu denjenigen Menschen, die sie brauchen würden». Ursula Braunschweig hofft aber, dass der künftige Ausländerbeirat der Stadt Winterthur auch hier etwas vorwärts kommt und sich etwa mit dem interkulturellen Forum stärker vernetzt, welches auch mit Aktionen aktiv nach aussen auftreten darf. Denn, «die Ausländerthematik ist nicht ein typisch Winterthurer Thema, sondern es gibt sie an vielen Orten», sagt Braunschweig. Und andere Orte hätten auf viele Fragen auch schon Lösungen gefunden. «Man darf deshalb auch etwas kopieren und muss weder in Winterthur noch im Kanton Zürich alles neu erfinden.»

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