Zum Inhalt springen
Inhalt

Zürich Schaffhausen «Wir müssen unsere Leute schützen»

In diesem Jahr hat es schon drei Vorfälle gegeben, bei denen Zürcher Stadtpolizisten angegriffen worden sind. Diese Angriffe haben sich in den letzten Jahren gehäuft. Werden die Täter überführt, müssen sie mit Gefängnis rechnen.

Stadtpolizeisprecher Marco Cortesi spricht in ein Mikrofon.
Legende: Stadtpolizeisprecher Marco Cortesi. Keystone

Der jüngste Vorfall war am Donnerstagabend. Bei einer unbewilligten Demonstration zur Asylpolitik am Heimplatz warfen Teilnehmer Feuerwerkskörper gegen die Polizisten. Teile des zerbrochenen Feuerwerks gerieten unter den Helm einer Polizistin - die Frau erlitt Brandverletzungen im Gesicht. «Zum Glück sollten keine bleibenden Verletzungen bleiben», sagt Stadtpolizei-Sprecher Marco Cortesi am Tag danach.

«Ich habe in diesem Jahr bereits drei solche Angriffe gegen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtpolizei gezählt», so Cortesi weiter, «wir müssen schauen, was wir unternehmen können, um unsere Leute zu schützen.» Am häufigsten seien solche Angriffe bei unbewilligten Kundgebungen. Die Polizei werde dabei regelmässig mit Steinen, Flaschen und Feuerwerk beworfen.

«Empfindliche Gefängnisstrafen»

Nach jedem Angriff wird ein Strafverfahren eröffnet, erklärt Marco Cortesi: «Es ist wichtig, dass diese Fälle auch aufgeklärt werden. Das gelingt uns auch immer wieder. In der Vergangenheit wurden verschiedene Leute teils zu empfindlichen Gefängnisstrafen verurteilt.»

Die Stadtpolizei will nun auch zusammen mit anderen Polizeikorps nach Lösungen suchen.

Wer provozierte zuerst?

Tiba Ponnuthurai, Präsidentin der Jungsozialisten der Stadt Zürich, bedauert es, dass die Situation an der Kundgebung für eine humanere Asylpolitik eskalierte. Aber, betont sie, es seien nur wenige Aktivisten und Aktivistinnen gewaltbereit gewesen. Diese in Schach zu halten, das sei praktisch nicht möglich.

JUSO-Vorstand Cyril Hagen, der selbst an der Kundgebung teilgenommen hat, wirft der Polizei vor, dass das Grossaufgebot provozierte. Dies lässt Marco Cortesi nicht gelten. Es sei eine unbewilligte Kundgebung gewesen, dennoch hätten die Demonstranten ihren Umzug durchführen können. Die Polizei sei erst eingeschritten, als Steine und Flaschen geworfen wurden.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Edi Steinlin (rosi)
    Es sind zum grössten Teil immer dieselben Personen an den Demos. Gottseidank haben wir eine knallharte Justiz, welche die Täter bestraft.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Beat Gurzeler (B.Gurzeler)
      @E.Steinlin: Ich frage mich schon ob Sie die Urteile der verschiedenen Gerichte schon jemals zur Kenntnis genommen haben? Ich sehe eher das Gegenteil, das heisst aber man muss sich darum kümmern. Sich kundtun heisst aber auch sich Zeit nehmen, da bin überzogen das Sie selber zu einem anderen Ergebnis kommen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von W. Pip (W. Pip)
    Null Respekt verdient null Toleranz. Das beginnt schon bei verbalen Angriffen. Polizisten sind der korrektive Arm unserer Gesellschaft. Wem das nicht passt und wer glaubt, auf die Regeln unserer Gesellschaft pfeifen zu können, kann gehen. Vielleicht gibt es auf der Welt ja noch ein Plätzchen, wo es diese „Individualisten“ besser finden…
    Ablehnen den Kommentar ablehnen