«Wir mussten jemanden verknurren»

Nach der umstrittenen Departements-Verteilung im Zürcher Stadtrat nimmt Stadtpräsidentin Corine Mauch Stellung zu den Vorwürfen. Dass nicht jeder glücklich sei mit der Verteilung, gehöre halt zur Politik. Sie werde darauf achten, dass der Stadtrat keine einseitige Kritik betreibe.

Bei der Verteilung der Departemente sei nur eines von Anfang an klar gewesen, sagt Corine Mauch: dass es nicht ohne Rochade geht. Denn der Gesamtstadtrat wollte das Finanzdepartement nicht an den neugewählten Richard Wolff (AL) übergeben. «Deshalb mündete es darin, dass wir jemanden verknurren mussten», so Mauch. In den sauren Apfel beissen musste Polizeivorsteher Daniel Leupi (Grüne).

Es sei keine leichte Aufgabe gewesen, aber der Stadtrat habe sie den Umständen entsprechend gut gelöst, erklärte Corine Mauch als «Regionaljournal»-Wochengast weiter.

Mauch wünscht sich konstruktive Politik

Dass im Stadtrat nun sieben Linke und nur noch zwei Bürgerliche sitzen, ist gemäss Mauch der Wille des Stimmvolks. «Ich als Stadtpräsidentin wünsche mir aber, dass der Stadtrat eine konstruktive und lösungsorientierte Politik betreibt. Das fordere ich auch von meinen Stadtratskolleginnen und -kollegen.»