Zum Inhalt springen

Projekt Hochschulgebiet «Wir sind bitter enttäuscht vom Zürcher Stadtrat»

Seit die Baupläne des Kantons zum Hochschulgebiet bekannt sind, hagelt es Kritik aus der Quartierbevölkerung. Die Gebäude würden zu hoch und zu dicht beisammen gebaut und dadurch das Stadtbild verschandelt. Besorgte Bürger wenden sich nun mit einem offenen Brief an den Zürcher Stadtrat.

Uni Zürich
Legende: Der Richtplan sprenge den Massstab des historisch gewachsenen Hochschulquartiers, finden besorgte Bürger. Keystone

Das Wichtigste in Kürze:

  • «Die Arbeitsgruppe Besorgte Bürger Zürich» fühlt sich vom Stadtrat nicht ernst genommen.
  • Dieser hätte sich schon lange mehr für ihre Interessen einsetzen müssen, findet die Arbeitsgruppe.
  • Die Arbeitsgruppe wendet sich deshalb mit einem offenen Brief an den Stadtrat.
  • Der Stadtrat soll beim Regiergunsrat Korretkuren am Richtplan Hochschulquartier verlangen.

An der Uni, der ETH und dem Universitätsspital wird es immer enger. In den nächsten 30 Jahren sollen deshalb neue, grössere Gebäude, Parks und ein Boulevard entstehen. Dafür werden zahlreiche Gebäude im Uniquartier abgerissen. Seit die konkreten Baupläne bekannt sind, hagelt es Kritik - vor allem von den betroffenen Quartieren.

Der Stadtrat hätte sich schon lange mehr für uns einsetzen müssen.
Autor: Matthias HürlimannArbeitsgruppe Besorgte Bürger Zürich

Der Stadtrat setze sich zu wenig für die Interessen der Stadtbevölkerung ein, moniert Markus Hürlimann, Mitglied der «Arbeitsgruppe Besorgte Bürger Zürich». Seit Anfang April liegen sowohl die Teilrevision der Bau- und Zonenordnung, als auch die Gestaltungspläne von Universitätsspital, ETH und Uni öffentlich auf. Dies sei die letzte Möglichkeit des Stadtrats, die Anliegen der Bevölkerung beim Regierungsrat zu platzieren, sagt Hürlimann.

Wir nehmen alle Bürger ernst.
Autor: Matthias WyssmannSprecher, Zürcher Hochbaudepartement

Beim Zürcher Stadtrat ist der Brief noch nicht eingetroffen. Er wisse deshalb noch nicht, ob sich der Stadtrat für die Anliegen der Arbeitsgruppe beim Regierungsrat einsetzen werde, sagt Matthias Wyssmann, Sprecher des städtischen Zürcher Hochbaudepartements. Es würden aber alle Anliegen ernst genommen.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Alexander Romero (Alexander Romero)
    Ich kann die oberbünzligen Stadtbewohner nicht verstehen. Genau hier will man verdichtet bauen und was machen die Stadtbewohner? Sie wehren sich um ihr seldwylisches dörfliches Stadtbild. Ach komm hört doch damit auf. Es ist gut wenn Zürich eine grossstädterische Silhoutte bekommt und die kleingeistigen Stadtbewohner endlich woanders hinzögen und ihres Quartier im Gegenzug mit mehr Einwohner verdichtet würde.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen