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Zürich Schaffhausen «Wir sind machtlos gegen das Fischsterben»

In den Gewässern von Zürich und Schaffhausen bahnt sich ein Fischsterben an. Denn bei Wassertemperaturen von über 25 Grad ersticken die Fische im Wasser. In Zürich kann man nur zuschauen, in Schaffhausen greifen hingegen die Massnahmen.

Ein toter Fisch am Ufer des Rheins.
Legende: 2003 verendete ein grosser Teil der Aeschen im Rhein. Nun droht im Kanton Zürich wieder ein Fischsterben. Keystone

Limmat: 24,7 Grad. Rhein: 23.7 Grad. Töss: auf gewissen Strecken ausgetrocknet. Die Situation für die Fische in den Zürcher Gewässern spitzt sich zu. Denn bei Wassertemperaturen über 25 Grad enthält das Wasser für Fische wie die Aeschen zu wenig Sauerstoff und die Fische ersticken.

«Am Wochenende werden diese Temperaturen erreicht - und dann wird es für die Fische sehr kritisch», sagt Urs Philipp, Leiter der Fischerei und Jagdverwaltung des Kantons Zürich. Nur ein Gewitter mit Regen und Wind kann Schlimmeres verhindern. Denn retten könne man die Fische nicht.

Limmat und Rhein sind zu gross, um elektrisch abzufischen. Hier sind wir machtlos.
Autor: Urs PhilippLeiter der Zürcher Fischereiaufsicht

Die Töss wurde bereits letzte Woche ausgefischt - der Greifensee ist glücklicherweise noch kühl genug und der Zürichsee gross genug, so dass die Fische genügend Sauerstoff haben.

Mehr Hoffnung für die Fische in Schaffhausen

Im Kanton Schaffhausen ist die Situation weniger angespannt. «Ich bin zuversichtlich, dass wir ohne grössere Schäden davon kommen», sagt der Schaffhauser Fischereiaufseher Patrick Wasem. Der Rhein führe genug Wasser und in den Zuflüssen gebe es noch kühles Wasser. In diesen Bächen hat der Kanton zudem Mulden ausgegraben, um den Fischen Platz zu verschaffen. Eine Massnahme, welche im Kanton Zürich aus Mangel an solchen Zuflüssen nicht in Frage kommt.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von John Doe, Basel
    ...während unsere AKW's das Wasser zwecks ihrer Kühlung weiter aufheizen!
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  • Kommentar von Beppie Hermann, Bern
    Damals, Frau Holzhammer, war noch nicht ein Grossteil der Schweizer Gewässer derart stark verbaut. Über 100‘000 künstliche und anstrengende Hindernisse für Fische gibt es mittlerweile hierzulande. Oftmals können sich die Tiere deshalb nicht in kühlere Seitengewässer zurückziehen. Macht nichts, Hauptsache wir haben Strom, nicht wahr!
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    1. Antwort von Margrit Holzhammer, 8903 Birmensdorf
      @B. Hermann: Da gebe ich Ihnen Recht, daran habe ich nicht gedacht.
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    2. Antwort von Beppie Hermann, Bern
      Das schätze ich an Ihnen immer wieder, Frau Holzhammer, die Fähigkeit, nicht nur unbeeinflusst eine eigene Meinung zu vertreten, sondern allenfalls auch umzudenken oder Fehler einzugestehen. Tatsachen, wie auch der Beitrag von J.Doe oben, werden ganz einfach verschwiegen und kritiklos unter den Tisch gewischt. Dies kreide ich SRF gewaltig an, es veröffentlicht ohne Hinterfragung 1:1 Meinungen und widerspricht sich somit mit seinen Berichten selbst. (Siehe Beitrag "Forellenrettung" vom 20.7.13)
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  • Kommentar von Margrit Holzhammer, 8903 Birmensdorf
    Es gab doch schon früher heisse Sommer in welchem die Limmat: 24,7 Grad und der Rhein: 23.7 Grad Wassertemperatur hatten. Aus ALLEM wird in diesem Land ein Theater gemacht!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
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