Seilbahn über dem Zürichsee «Wir vermeiden den Gerichtsweg»

Trotz Bedenken: Der Zürcher Heimatschutz will selbst nicht gegen die geplante Zürichsee-Seilbahn der ZKB vorgehen.

Mit einer Seilbahn über dem Zürichsee: So will die Zürcher Kantonalbank ZKB ihr 150-Jahr-Jubiläum feiern. In drei Jahren soll die Seilbahn die Landiwiese mit dem Zürichhorn verbinden. Danach soll die «ZüriBahn» fünf Jahre lang in Betrieb sein, bis 2025.

Beim Zürcher Heimatschutz überwiegt die Nostalgie

Gegen das Projekt regt sich Widerstand: Zwar stehen Kanton und Stadt Zürich hinter dem Projekt, die betroffenen Quartiere Riesbach, Enge und Wollishofen melden jedoch Bedenken an, ebenso wie verschiedene Verbände, zum Beispiel der Verkehrsclub Schweiz (VCS) oder Pro Natura. Sie wollen das Projekt genau prüfen.

«  Im Vorstand erinnern sich viele an die Seilbahn von 1959. »

Barbara Truog
Präsidentin Stadtzürcher Heimatschutz

In einem bemerkenswerten Clinch befindet sich offenbar der Stadtzürcher Heimatschutz. Mit den geplanten Standorten und der Grösse der Kabinen hätten sie zwar Mühe, sagt Präsidentin Barbara Truog gegenüber dem «Regionaljournal». Den Rechtsweg würde man aber nicht beschreiten. «Wir schauen, ob sich andere einschalten und allenfalls Rekurs einlegen», sagt Truog. Jeder Rekurs gefährde das Projekt, und das will der Zürcher Heimatschutz nicht: «Im Vorstand erinnern sich viele an die Seilbahn von 1959. Das war durchaus eine attraktive Angelegenheit.»