«Wir wollen die Bahn nicht erst am St. Nimmerleinstag»

Der Regierungsrat des Kantons Zürich kritisiert zusammen mit den Aargauer Amtskollegen den Bund: Dieser sieht vor, die Limmattalbahn in Etappen zu bauen. Nach Ansicht von Regierungsrat Ernst Stocker würde eine Etappierung das ganze Projekt ernsthaft gefährden.

Linienführung der geplanten Limmattalbahn

Bildlegende: Die Linienführung der Limmattalbahn verbindet die Kantone Aargau und Zürich. zvg

Nur der Abschnitt Altstetten-Schlieren geniesst in den Plänen des Bundes zur Limmattalbahn höchste Priorität. Dafür sind die Bundesgelder gesichert. Die weiteren Abschnitte, Schlieren - Dietikon und Dietikon - Killwangen Spreitenbach, sind nur an zweiter Stelle oder gar nicht erwähnt.

Sinnvollerweise müsse das Projekt aber in einem Stück gebaut werden, sagt Regierungsrat Ernst Stocker gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen»: «Wir haben bereits bei Bundesrätin Doris Leuthard interveniert und nun noch einmal in unserer Stellungnahme nachgedoppelt», sagt Stocker weiter. Man wolle die Bahn nicht erst am St. Nimmerleinstag.

Um die Bahn in der geplanten Bauzeit von 2017 - 2022 realisieren zu können, ist der Kanton auf das Geld des Bundes angewiesen. Rund 40 Prozent - 200 Millionen Franke - werden von Bern erwartet. Ein Betrag, den der Kanton Zürich auf keinen Fall vorschiessen könne, so Stocker.

Sollte der Bund auf den drei Etappen beharren, wäre dies nach Ansicht Stockers aus heutiger Sicht das Aus der Limmattalbahn. Stocker gibt sich kämpferisch: «Das werden wir nicht akzeptieren.»