«Wir wollen herausfinden, wer Weltmeister wird»

«Angewandte Mathematik» einmal anders: Mit Modellen berechnen Schülerinnen und Schüler, wie viele Tore an der Fussball-WM fallen und wer das Turnier gewinnt. Beim Wettbewerb der Pädagogischen Hochschule Zürich machen rund 150 Schulklassen aus der Region Zürich und Schaffhausen mit.

Mathematische Berechnung zum Fussball-WM-Gewinner einer Schülerin aus Wila.

Bildlegende: Die Berechnungen der Schülerinnen und Schüler decken sich mit denjenigen der Wettbüros Statistiker. zvg

Daniel Sigrist, Lehrer in Wila im Tösstal, zögerte nicht lange, seine Oberstufenklasse für den Wettbewerb anzumelden: «Der Wettbewerb verbindet Mathematik gut mit dem Alltag.» Zu Fussball hätten viele Schülerinnen und Schüler einen Bezug und zur WM sowieso. Bei seiner Klasse kam die Idee denn auch gut an. «Wir wollen herausfinden, wer Weltmeister wird», sagt ein Schüler. Plötzlich mache Mathe Spass.

Schweiz mit tiefer Wahrscheinlichkeit

Sechs Lektionen lang versuchten die 13- bis 15-Jährigen zu berechnen, wie viele Tore an der WM fallen und wer die Meisterschaft gewinnt. Wie Wettbüros oder Statistiker sind auch die Schülerinnen und Schüler zum Schluss gekommen: Die Favoriten heissen Brasilien und Spanien. Die Chancen der Schweiz hingegen, blieben auch bei den mathematischen Modellen der Mathematik-Klasse klein.