«Wir wussten nicht, wie wir die Leinwand im See verankern sollen»

Zum 25. Mal gibt es dieses Jahr Kino am Zürichhorn. Peter Hürlimann war von Anfang an dabei - und ist es heute noch. Schon der «handgestrickte» erste Anlass war eine Riesenkiste mit 45'000 Besuchern. Heute betreibt Hürlimann Openair Kinos in aller Welt.

Peter Hürlimann erinnert sich noch an die Anfangszeiten des Openair Kinos am Zürichhorn: «Damals war alles handgestrickt und innovativ. Wir wussten nicht einmal, wie wir die Leinwand im See verankern sollen!» Dennoch kamen bereits im ersten Jahr 45'000 Besucherinnen und Besucher in sein «Kino am See».

Die Qualität muss stimmen

Als Photograph und Kameramann war für Hürlimann immer klar, dass er etwas Richtiges auf die Beine stellen wolle. «Es muss ein richtiges Kino sein ohne Dach, es muss Qualität sein, nicht einfach ein Leintuch mit gwaggligen Bildern», sagt er im «Regionaljournal Zürich Schaffhausen».

Die technischen Hürden waren allerdings nur das eine, viel schwieriger sei es damals gewesen, überhaupt an Filme zu kommen. Die Filmverleiher seien ein richtiges Kartell gewesen. Ohne Mitglied zu sein, habe man gar keine Filme zeigen können.

«Kino am See» als Exportschlager

Nach ersten Erfolgen in Zürich, baute Hürlimann seine Idee aus. Unterdessen organisiert er überall auf der Welt Openair Kino-Veranstaltungen - von Australien bis Brasilien.