Wird Winterthurs Sparübung zum Nullsummenspiel?

100'000 Franken muss die Stadt Winterthur einsparen, indem Grünabfall und Karton weniger oft abgeholt werden als bisher. Allerdings dürfte es schwierig werden, diese Sparübung überhaupt umzusetzen.

So schnell werde sich am jetzigen Rhythmus der Grünabfall- und Karton-Entsorgung nichts ändern. Dies sagt Jürg Stünzi, Leiter Entsorgung bei der Stadt Winterthur, gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen»: «Diese Abfalltouren sind in Verordnungen und Ausführungsbestimmungen festgelegt. Diese müssten erst rechtskräftig geändert und publiziert werden. Das geht aber nicht von heute auf morgen.»

Gebührensenkung gefordert

Die Winterthurerinnen und Winterthurer bezahlen derzeit 80 Franken extra im Jahr, damit sie ihr Grün- und Recyclinggut entsorgen lassen können. Dass es für diese Gebühr nun weniger Leistung geben soll, hat bei der Bevölkerung bereits zu Protest geführt. Gemäss Stünzi sind bei Entsorgung Winterthur schon diverse Mails eingegangen: «Die Leute fordern, dass in dem Fall auch die Gebühren gesenkt werden. Und da müssen wir ihnen grundsätzlich beipflichten.»

Gut möglich also, dass die Stadt Winterthur nicht nur die Abfalltouren anpassen muss, sondern auch die Gebühren. Dann wäre mit der Massnahme kein einziger Rappen gespart.