Zankapfel Flughafengebühren nicht vom Tisch

Die Verhandlungen über die Flughafengebühren sind gescheitert. Die Parteien konnten sich auch in monatelangen Diskussionen nicht einigen. Der Flughafen will die Gebühren anheben, die Fluggesellschaften wollen sie senken. Entscheiden muss nun das Bundesamt für Zivilluftfahrt.

Das Bild zeigt das Hauptgebäude des Flughafens Zürich, am Abendhimmel ist ein startendes Flugzeug.

Bildlegende: Wieviel sollen die Flughafengebühren kosten? Bis jetzt gibt es keine Einigung. Keystone

Der Streit um die Flughafengebühren dauert schon lange und auch monatelange Diskussionen haben keine Lösung gebracht. Die Flughafenbetreiberin Flughafen Zürich AG will die Gebühren erhöhen. Die Fluggesellschaften sind damit aber nicht einverstanden. Alle Parteien haben am Freitag das Scheitern der Verhandlungen bedauert.

Die Flughafengebühr setzt sich aus verschiedenen Gebühren zusammen: Passagiergebühr, Sicherheitsgebühr und Lärmgebühr. Am höchsten ist die Passagiergebühr von 21 Franken. Diese wollte die Flughafenbetreiberin leicht anheben. Wie Mediensprecherin Sonja Zöchling gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen» sagte, seien die Gebühren seit 10 Jahren nicht mehr angehoben worden.

Rückenwind vom Preisüberwacher

Die Fluggesellschafen goutieren die Erhöhung der Gebühren nicht. Im Gegenteil, sie bestehen darauf, dass die Gebühren gesenkt werden. Unterstützung erhielten sie vom eidgenössischen Preisüberwacher Stefan Meierhans. Dieser kritisierte die Gebühren im August als wettbewerbsschädigend.

Der Ball liegt nun beim Bundesamt für Zivilluftfahrt. Dieses hat nun die Aufgabe, die Gebühren festzulegen. Flughafen und Fluggesellschaften können den Entscheid bis vor Bundesgericht anfechten. Dies würde bedeuten, dass sich die Einführung der neuen Gebühren um mindestens ein Jahr verzögert.