Zehn Jahre Jazz ohne Hühneraugen

Früher wurden hier Fusspflaster hergestellt, heute ist die «Lebewohlfabrik» Geheimtipp für Jazzliebhaber. Seit zehn Jahren bietet das kleine Kulturlokal im Zürcher Seefeld Konzerte mit Schweizer Musikerinnen und Musikern. Hinter der Erfolgsgeschichte steht der Zürcher Jazzgeiger Urs Wäckerli.

älterer Mann mit Mikrofon vor rotem Bühnenvorhang

Bildlegende: Urs Wäckerli, Initiant und Intendant des Zürcher Jazzlokals "Lebewohlfabrik" ZVG

Im einstigen Fabrikationsgebäude der berühmten Hühneraugen-Lebewohl-Pflaster programmiert Ex-Journalist und Filmer Urs Wäckerli seit nunmehr zehn Jahren Konzerte und Jam Sessions.

Wäckerli selber ist Jazzgeiger und wirkt bei den regelmässig stattfindenden Zigeunerjazz-Jams in seinem Musiklokal jeweils musikalisch mit. Die "Lebewohlfabrik" gilt auch als Treffpunkt für Jazzerinnen und Jazzer, die Anschluss an Mitmusiker suchen.

Treffpunkt der Zürcher Jazzszene

Anfangs präsentierte die "Lebewohlfabrik" eine breite Palette kultureller Veranstaltungen. Weil in Zürich Jazzlokale für lokale Musikerinnen und Musiker fehlten, fokussierte Wäckerli mehr und mehr auf diese Sparte.

Heute sind Jazzgrössen wie Marianne Racine, Bruno Spörri oder Elmar Kluth regelmässige Gäste auf der «Lebewohl»-Bühne. Die Stadt Zürich unterstützt das Musiklokal mit jährlich 50'000 Franken, gestützt wird es von einem Trägerverein.