Zieht Kanton bei Veloförderung mit?

Mit deutlicher Mehrheit haben sich die Stimmberechtigten der Stadt Zürich für mehr Velowege ausgesprochen. In vielen Fällen - zum Beispiel an der Rämistrasse - hat jedoch der Kanton das letzte Wort. Dort will man sich nicht als Bremser in Szene setzen.

Fast zwei Drittel Ja-Stimmen erzielte der Gegenvorschlag des Stadtrats. Dieser sieht vor, dass die Stadt Zürich in den nächsten 20 Jahren 120 Millionen Franken für Velowege und andere Veloeinrichtungen aufwendet.

Viele Projekte müssen jedoch vom Kanton bewilligt und mitfinanziert werden: So zum Beispiel der von den Velofahrern vehement geforderte Veloweg an der Rämistrasse.

Der Kanton müsse das Abstimmungsergebnis zur Kenntnis nehmen, fordert GP-Gemeinderat und VCS-Geschäftsführer Markus Knauss. «Der Kanton darf sich nun nicht mehr querstellen, wenn die Stadt ein gutes Projekt präsentiert», fordert Knauss gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen».

«Zusammenarbeit war schon bisher gut»

In früheren Fällen gab es tatsächlich schon Streit zwischen Stadt- und Kantonsregierung; so etwa beim Abbau einer Autospur beim Sechseläutenplatz. Der Stadtrat wollte Platz schaffen für einen Veloweg.

Solche Konflikte seien jedoch selten, betont Markus Gerber vom kantonalen Amt für Verkehr. Die Zusammenarbeit habe schon vor der Abstimmung gut geklappt, «und das wird nun selbstverständlich so weitergehen». Der Kanton werde die Projekte der Stadt weiterhin prüfen. Wenn nichts dagegen spreche, würden diese weiterhin bewilligt und auch mitfinanziert.