Zirkus Knie: Zum letzten Mal auf der Zürcher Landiwiese

Der Zirkus Knie ist im Rahmen seiner diesjährigen Tournee in der Stadt Zürich angekommen. Erneut muss der Schweizer Nationalzirkus sein Zelt auf der Landiwiese aufschlagen. Erst 2014 kann der Zirkus Knie wieder seinen angestammten Platz auf dem Sechseläutenplatz beziehen.

Arbeiter stellen das Zelt des Zirkus Knie auf der Zürcher Landiwiese auf.

Bildlegende: Alles muss schnell gehen: Arbeiter stellen das Zelt des Zirkus Knie auf der Zürcher Landiwiese auf. Keystone

Extrazüge haben am frühen Morgen tonnenweise Material nach Zürich-Wollishofen gebracht. Da der Sechseläutenplatz nach wie vor eine Baustelle ist, muss der Zirkus Knie in diesem Jahr erneut auf die Landiwiese ausweichen.

«Die Landiwiese ist zwar ein guter Ersatzplatz», sagt Zirkusdirektor Franco Knie. «Wir freuen uns aber darauf, dass wir im nächsten Jahr wieder auf den Sechseläutenplatz zurückkehren dürfen.» Die Atmosphäre sei anders. Der Zirkus verkaufe dort auch mehr Eintrittskarten an Leute, die sich spontan für den Besuch einer Vorstellung entscheiden. «Wir sind einfach sichtbarer.»

Sechseläutenplatz als Herausforderung

Der Standortwechsel zurück ans Bellevue stellt den Zirkus Knie allerdings auch vor gewisse Probleme: Das neue Eingangszelt kann auf dem Sechseläutenplatz wegen der dortigen Bäume nicht aufgestellt werden. «Es wird komplizierter für uns, wir haben weniger Platz für unser Material. So brauchen wir im nächsten Jahr sicher zwei Tage für den Aufbau», so Franco Knie.

Nach wie vor mit dabei ist in diesem Jahr Gastkomiker Claudio Zuccolini. Er wurde zu Beginn der Tournee scharf als zu wenig lustig kritisiert. Er habe ans Aufgeben gedacht, gibt Zuccolini im Interview mit dem «Regionaljournal» zu. Mittlerweile hat er sein Programm aber angepasst. «Ich fühle mich jetzt wohler», sagt Zuccolini. Auch Franco Knie verweist darauf, dass schon mancher Komiker im Zirkus sein Programm umstellen musste. Emil Steinberger etwa habe ganze Nummern rausgeworfen.