Zu wenig Kinderärzte im Kanton Zürich

Der Mangel an Kinderärzten spitzt sich zu in Stadt und Kanton Zürich. Der Grund: Immer mehr Neugeborene, aber auch immer mehr Kinderärzte vor der Pensionierung und immer weniger junge Mediziner, die sich auf Kinder spezialisieren wollen.

Attila Molnar, Leiter der Kinderpermanence beim Zürcher Hauptbahnhof, mit seiner Tochter.

Bildlegende: Hat viel zu tun: Attila Molnar, Leiter der Kinderpermanence beim Zürcher Hauptbahnhof, mit seiner Tochter. Keystone

«Das Problem wird sich noch zuspitzen in den nächsten Jahren», sagt Gian Bischoff, Co-Präsident der Stadtzürcher Kinderärzte gegenüber dem «Tages-Anzeiger».  Jeder Dritte Zürcher Kinder- und Hausarzt sei heute über 60-jährig, werde also schon bald pensioniert. Auf der anderen Seite wollen immer weniger junge Medizinerinnen und Mediziner etwas von Kindermedizin wissen. Die Folge: Viele Kinderärzte sind überlastet, brennen aus.

Hoffen auf politische Unterstützung

Bischoff hofft jetzt, dass sich die Situation dank politischer Unterstützung und dank der Hausarzt-Initiative, die zurzeit in Bundesbern diskutiert wird, verbessert. Die Universitäten müssten die Hausarzt- und Kindermedizin stärker fördern und die Löhne der Haus- und Kinderärzte müssten angehoben werden, fordert Bischoff.