Zürcher CS-Banker bangen um ihren Job

Der Finanzvorstand von Zürich, Daniel Leupi, rechnet damit, dass die Stadt die schlechten Zahlen der Credit Suisse gut verkraften kann. Schlechter sieht es für einige CS-Banker in Zürich aus: Sie werden wohl ihre Stelle verlieren.

Credit Suisse Logo

Bildlegende: Miese Zahlen der Credit Suisse: Der Stadtrat malt dennoch nicht schwarz. Keystone

Bereits im letzten Herbst hat die CS-Führung angekündigt, dass sie schweizweit 1600 Stellen streichen will. Aufgrund der schlechten Zahlen im letzten Quartal tut sie dies nun rascher als ursprünglich geplant. Pro Jahr sollen 700 anstatt 500 Stellen verschwinden.

Vom Stellenabbau wird vor allem der Hauptsitz Zürich betroffen sein. Die Grossbank bemüht sich gemäss eigenen Aussagen, keine Entlassungen auszusprechen.

Daran glaubt Denise Chervet vom Bankenpersonalverband jedoch nicht: «Es wird ganz sicher Entlassungen geben», sagt sie auf Anfrage des «Regionaljournals Zürich Schaffhausen». Einen Stellenabbau in dieser Grössenordnung könne nicht durch natürliche Fluktuation aufgefangen werden. «Dies bedauern wir zutiefst.»

Leupi will nicht schwarz malen

Die miesen Zahlen der CS hat auch der Zürcher Finanzvorsteher, Daniel Leupi (Grüne), zur Kenntnis genommen. Er will aber nicht schwarz malen. «Klar, ist es schwierig für die betroffenen Angestellten, aber der Wirtschaftsstandort Zürich wird deswegen nicht in Loch gerissen.» Der Bankenplatz Zürich stehe auf soliden Beinen.

Mehr zum Thema