Zürcher Gesundheitsdirektor beklagt Sonderlasten des Unispitals

Am Zürcher Universitätsspital fallen jedes Jahr Kosten von rund 25 Millionen Franken an, die nicht durch die Fallpauschalen gedeckt sind. Der Grund: Andere Kantone überweisen häufig erst bei Komplikationen ihre Partienten ans Unispital. Deshalb sollen sie nun auch in Zürich mitzahlen.

Ein Blutbeutel während einer Operation im Zürcher Kinderspital (Symbolbild)

Bildlegende: Gesundheitsdirektor Thomas Heiniger ärgert sich über anfallende Kosten, die nicht gedeckt sind. Keystone

Eigentlich ist es eine Fehlplanung im System der Fallpauschalen. Die Pauschalen sind nämlich so berechnet, dass die Kosten eines Spitals dann gedeckt sind, wenn sie bei einem Eingriff genauso häufig reguläre Verläufe haben wie Komplikationen. Im Zürcher Universitätsspital geht diese Rechnung aber nicht auf. Grund sind die Patienten anderer Kantone, die nur im Unispital landen, wenn ihr Eingriff nicht nach der Norm verläuft.

In seinem jährlichen Gesundheitsbericht macht der zuständige Regierungsrat Thomas Heiniger nun auf diesen wunden Punkt im System aufmerksam. Lösen liesse sich das Problem auf zwei Arten, sagt er gegenüber «Radio SRF».

Lösungsansätze wären da

Eine Möglichkeit wäre gemäss Heiniger eine Art Versicherung zwischen den Kantonen: ein «Hochrisiko-Pool», aus dem solche ungedeckte Kosten abgegolten werden könnten. Eine andere Möglichkeit sei, solche Fälle aus dem Fallpauschalen-System zu streichen mit der Folge, dass sich die Kantone die effektiven Kosten gegenseitig verrechnen müssten.

Der Zürcher Gesundheitsdirektor ist zuversichtlich, dass die Kantone mit sich reden lassen. Schliesslich gehe es auch anderen Kantonen mit einem universitären Spital so.