Zürcher Kantonsrat dreht dem AKW Beznau nicht den Geldhahn zu

Kein Geld mehr für die Sicherheit eines veralteten AKW, forderten die Grünen und die CSP im Kantonsrat. Das sei Geld zum Fenster hinauswerfen, begründete Regula Käser den Vorstoss. Sie fand damit im Rat aber keine Mehrheit.

Blick in den Reaktorkern der für eine Wartung geöffnet ist.

Bildlegende: Der offene Kern eines der Reaktoren in Beznau. In seine Sicherheit soll die Axpo weiter investieren. Keystone

700 Millionen Franken: soviel will die Betreiberin Axpo in den kommenden Jahren in das AKW Beznau investieren. Die Fraktion der Grünen und der CSP im Zürcher Kantonsrat wollte diese Investition mit einem Postulat verhindern. Das Geld sei besser angelegt in der Förderung von erneuerbaren Energien, finden die beiden Parteien. Unterstützung fanden sie bei der Alternativen Liste und der SP.

700 Millionen für die Sicherheit

Die Mehrheit des Zürcher Kantonsrates sieht das anders. Sie folgte den Argumenten des Baudirektors Markus Kägi, der von Amtes wegen den Kanton Zürich im Verwaltungsrat der Axpo vertritt. Das Geld werde nicht in die Leistungssteigerung der Anlage investiert, sondern ausschliesslich in die Sicherheit. «So lange die Anlagen laufen, müssen wir bis zum letzten Tag in die Sicherheit investieren», sagte der Baudirektor im Rat. Bei der Sicherheit zu sparen, stehe nicht zur Diskussion.

Der Vorstoss der Grünen und der CSP wurde vom Zürcher Kantonsrat mit mit 96 gegen 53 Stimmen abgelehnt. Die Grünliberalen enthielten sich der Stimme.