Zürcher Krawalle: Über eine Million Franken Schaden

Die Krawallanten haben am Freitagabend Schaufensterscheiben eingeschlagen, VBZ-Automaten beschädigt, Autos angezündet und ein Schmuckgeschäft geplündert. Die Polizei geht von einem Schaden von weit über einer Million Franken aus. Die vier Verhafteten sind alle wieder auf freiem Fuss.

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Erschreckende Bilanz der Zürcher Krawallnacht

3:35 min, aus Schweiz aktuell vom 15.12.2014

Bei den Krawallen in den Zürcher Stadtkreisen 3 und 4 am Freitagabend ist nach Angaben der Zürcher Stadtpolizei ein Sachschaden von weit über einer Million Franken entstanden. Seit Freitag gingen laufend Anzeigen wegen Sachbeschädigungen ein, teilte die Polizei mit.

Die Vandalen haben in den Stadtkreisen 3 und 4 unzählige Fensterscheiben eingeschlagen, Autos und Container angezündet und rund ein Dutzend VBZ-Automaten beschädigt.

Ausserdem hätten die Beteiligten auch ein Juweliergeschäft an der Lagerstrasse geplündert und Schmuck im Wert von mehr als 100'000 Franken gestohlen, so die Stadtpolizei weiter. Die Vandalen seien offenbar gut organisiert vorgegangen.

Vier Personen sind am Freitagabend nach den Krawallen festgenommen worden. Sie befinden sich mittlerweile alle wieder auf freiem Fuss. Einer von ihnen muss mit einem Strafbefehl wegen Landfriedensbruchs rechnen.

Gegen zwei der Festgenommenen laufe noch ein Ermittlungsverfahren. Sie seien aber entlassen worden, weil ihnen keine Straftat zugeordnet werden konnte. Aus dem gleichen Grund war bereits am Sonntag ein Mann entlassen worden.

«Sinnlose Gewalt»

Am späten Freitagabend hatten sich in der Stadt Zürich gegen 200 vermummte Personen aus der linksautonomen Szene versammelt.

Unter dem Motto «Reclaim the Streets» zogen sie durch die Stadtkreise 3 und 4, randalierten, schlugen wahllos Schaufensterscheiben ein und zündeten Autos an. Als die Polizei auffuhr, griffen die Vermummten gezielt Polizisten an. Sieben Polizisten wurden verletzt.

Die Polizei war von dem Aufmarsch überrascht worden, bestätigte Polizeivorsteher Richard Wolff (AL) am Sonntag. Der Einsatz werde jetzt analysiert. Die «sinnlose Gewalt» gegen Menschen und Sprayereien wie «All Cops Are Bastards» bezeichnete er als «menschenverachtend.»