Staatsanwälte im Stadion Zürcher «Krawallgruppe» hat genug zu tun

Gibt's beim Fussball Zoff, beraten vier Juristen der staatanwaltschaftlichen Krawallgruppe die Zürcher Polizei vor Ort. Seit dem Abstieg des FCZ sind ihre Einsätze im Letzigrund-Stadion zwar zurückgegangen, Arbeit gibt es aber immer noch genug. Und vielleicht bald noch mehr.

Fussballfans im Stadion mit Rauch

Bildlegende: Gewalt in der Masse ist schwer zu orten: Fans beim Spiel FCZ gegen GC im Zürcher Letzigrund Keystone

Straftaten bei Fussballkrawallen geschehen immer in der Masse. Die Polizei hat deshalb zumeist Mühe, Täter festzumachen. Die Krawallgruppe der Zürcher Staatsanwaltschaft berät die Polizisten deshalb bei Hochrisikospielen vor Ort. «Die Anforderungen punkto Beweissicherung sind bei Massenveranstaltungen prinzipiell anders und grösser», sagt Beat Oppliger, leitender Staatsanwalt des Kantons Zürich, auf Anfrage des Regionaljournals.

Probleme haben sich verlagert

Seit dem Abstieg des FCZ gibt es im Letzigrund zwar weniger Gewaltprobleme, die Auseinandersetzungen zwischen Fussballfans haben sich laut Staatsanwaltschaft jedoch in die Stadt hinein verlagert. Die Arbeit der vier spezialisierten Juristen der Krawallgruppe nimmt deshalb nicht ab. Zudem sieht alles danach aus, als würde dem FCZ der Wiederaufstieg gelingen. Damit dürfte auch das Krawallrisiko wieder zunehmen.