Zürcher Profi-Orchester: Seit 30 Jahren glücklich geschieden

Die einen stehen selbst auf der Bühne, die andern spielen im Orchestergraben: Die zwei grossen Zürcher Orchester, das Tonhallen- und das Opernhaus-Orchester, sind beide 30 Jahre alt. Kein Zufall, denn die Beiden waren einst Eins.

Totale der beiden Orchester nebeneinander

Bildlegende: Die einen von der Bühne, die anderen aus dem Graben... Keystone

Getrennt wurden die beiden grössten Orchester der Stadt Zürich im Jahr 1985. Ein Grund war ein Problem mit der Qualität: Mehrere Musikerinnen und Musiker spielten mal im Opernhaus, mal in der Tonhalle. Die einen probten mal hier seriöser, die andern da - ein Durcheinander. Mit zwei getrennten Orchestern sollte es wieder eher möglich werden, um einen hohen Standard aufrecht zu erhalten.

Kürzer, aber intensiver

Im «Regionaljournal Zürich Schaffhausen» erinnern sich die Opernhaus-Geigerin Marianne Borling und der Tonhalle-Kontrabassist Ronny Dangel zurück an die Phase der Trennung. Im Prinzip sei die Tätigkeit dieselbe, sagen sie. Dangel sieht aber doch einen Unterschied: «Wir sind über kürzere Zeit intensiver gefordert als ein Opern-Orchester, dafür dauern unsere Einsätze weniger lang.»

(frip/seib; Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 17:30 Uhr)