Zürcher Regierung: Nur nichts überstürzen!

Trotz der Frankenstärke will der Regierungsrat nicht in die Wirtschaft des Kantons Zürich eingreifen. Die Volkswirtschaftsdirektion wird sich aber mit den betroffenen Branchen an einen runden Tisch setzen.

Je zwei Finger halten ein Frankenstück und eine Euromünze

Bildlegende: Harter Franken, weicher Euro: Die Regierung kann die Folgen noch nicht abschätzen. Colourbox

Schon kurz nach dem Nationalratsentscheid wollten Grüne und Alternative vom Regierungsrat wissen, welche Folgen die Frankenstärke für die Wirtschaft des Kantons Zürich haben könnte. Die SP tat das Ansinnen damals im Kantonsrat als Panikmache ab. Die FDP überzeugte das Parlament dann jedoch davon, den Vorstoss für dringlich zu erklären.

Nun hat sich der Regierungsrat dazu geäussert. Man wolle nicht aktiv in die Wirtschaft eingreifen. Als Sofortmassnahme habe der Bundesrat Kurzarbeit bewilligt. Gegen 50 Zürcher Firmen hätten bereits ein Gesuch um entsprechende Entschädigungen gestellt. Die Folgen der Frankenstärke könne er noch nicht abschätzen, schreibt der Regierungsrat weiter. Dass allen voran die Export- und die Tourismusbranche gefordert seien, sei aber klar und zeige sich schon heute. Er werde die Entwicklung im Auge behalten.

Unabhängig vom Vorstoss ist die Zürcher Regierung bereits tätig geworden: Das Volkswirtschaftsdepartement lädt die von der Frankenstärke betroffenen Branchen im März zu einem runden Tisch ein. Die Kantonsregierung erklärt sich auch dazu bereit, Gegenmassnahmen zu ergreifen – aber erst, wenn es sie brauche.