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Zürcher Schulversuch Ernüchterndes Ergebnis: Die Schüler profitieren nicht

Ein Kind hält in einer Schulklasse den Ziegefinger in die Höhe.
Legende: Trotz weniger Lehrpersonen pro Klasse: Das Lernklima hat sich aus Sicht der Schüler nicht verbessert. Keystone

Vor fünf Jahren hat die Zürcher Bildungsdirektion das Projekt «Fokus Starke Lernbeziehungen» gestartet. 166 Primarklassen mit rund 3300 Schülerinnen und Schülern nehmen am Versuch teil. Das Projekt verfolgt das Ziel, die Zahl der Lehrerinnen und Lehrer zu reduzieren, die an einer Klasse tätig sind. Dies soll unter anderem den Aufwand für Absprachen verringern und gleichzeitig die Lernbeziehungen zwischen den Lehrkräften und ihren Schülern stärken.

Jetzt zeigt die Auswertung: Die Ziele wurde nur teilweise erreicht. Vor allem finden die Schülerinnen und Schüler, dass sich die Beziehung zu ihren Lehrpersonen und auch das Lernklima nicht verbessert hätten. «Das hat alle überrascht und auch ernüchtert», sagt die Chefin des Zürcher Volksschulamtes, Marion Völger.

Lehrerverband will keine Fortsetzung

Dennoch soll der Versuch an den beteiligten Schulen wie geplant bis zum Ende des Schuljahres 2021/22 weitergeführt werden. So könnten die beteiligten Schulen gezielt Verbesserungen vornehmen.

Der Zürcher Lehrerinnen- und Lehrerverband (ZLV) fordert hingegen «eine fundamentale Anpassung» und lehnt die Weiterführung ab. Der neue Ansatz funktioniere nicht. Eine flächendeckende Einführung der neuen Schulorganisation komme jedenfalls «mit der aktuellen Ausrichtung nicht in Frage».

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