Zürcher Taxifahrer: Gemeinsam gegen Landtaxis

Grossfusion in der Taxiszene der Stadt Zürich: Die Verbände IG Taxi und Taxi Sektion Zürich haben sich zum grösssten Zürcher Taxi-Verband zusammengeschlossen. Erstes Ziel: der Kampf gegen die Taxifahrer vom Land.

Logo auf dem Dach eines Stadtzürcher Taxis.

Bildlegende: Hart umkämpft: der Taximarkt in der Stadt Zürich. Keystone

Gemeinsam ist man stärker. Nach diesem Motto haben am letzten Wochenende zwei Zürcher Taxiverbände die Fusion beschlossen. Zusammen haben die IG Taxi und die Taxi Sektion Zürich über 400 Mitglieder und sind damit der grösste Taxiverband in Zürich. «Es kämpften alle für dasselbe, aber wurstelten für sich», sagt Dolores Zanini, bisher Präsidentin der IG Taxi, gegenüber dem Regionaljournal Zürich Schaffhausen.

Der neue Grossverband soll den Kampf gegen die Landtaxis weiterführen. «Es gibt zuviele Taxis in der Stadt Zürich», so Dolores Zanini, «da ist es nicht mehr zumutbar, dass die Stadt weitere Konzessionen an Taxifahrer vom Land vergibt.»

Frust über Stadtrat

Im Oktober hatten die Stadtzürcher Taxifahrerinnen und Taxifahrer gegen die Landtaxis demonstriert. Genützt hat es laut Zanini nichts: «Die Zusammenarbeit mit der Stadt ist immer noch sehr schlecht. Der Stadtrat interessiert sich gar nicht für unsere Probleme.» Ob es eine weitere Demonstration gibt, entscheidet der Verband in dieser Woche.

Kontrollen «im Rahmen des Möglichen»

Beim zuständigen Polizeidepartement relativiert man: «Die Polizei kontrolliert Landtaxis im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Fehlbare Taxifahrer werden auch gebüsst. Flächendeckende Kontrollen sind aber nicht möglich, das wäre unverhältnismässig», sagt Sprecher Robert Soos.