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Zürich Schaffhausen Zürcher Unispital für allfällige Ebolapatienten gerüstet

Die Wahrscheinlichkeit ist klein, dass sich Ebola auch in der Schweiz ausbreitet. Die dramatische Entwicklung in Westafrika hat das Universitätsspital Zürich jedoch zum Handeln bewogen.

Glastür mit Aufschrift "Kein Zutritt" im Spitalgang
Legende: Das Zürcher Universitätsspital wäre für einen Ebolafall gerüstet. Das Isolationszimmer ist bereit. Keystone

Ebola scheint in Westafrika zurzeit nicht kontrollierbar. Die Zahl der Toten steigt, unterdessen wird sie auf rund 2500 geschätzt. Dass sich die Epidemie auch in Europa ausbreitet, ist laut Experten eher unwahrscheinlich. Trotzdem hat sich das Universitätsspital Zürich auf mögliche Ebolapatienten vorbereitet.

Das Notfallkonzept umfasse von der Notfallstation bis zur Hospitalisation eines betroffenen Patienten in einem Spezialzimmer alle Bereiche des Universitätsspitals, sagt Hugo Sax. Er ist als leitender Arzt für die Spitalhygiene zuständig.

Auf der Notfallstation ist ein abgetrennter Raum eingerichtet, sollten die Abklärungen den Verdacht auf Ebola bestätigen, würde der Patient oder die Patientin in ein spezielles Isolationszimmer gebracht. Die Chancen auf Heilung schätzt Hugo Sax auf rund 50 Prozent ein.

Auch Rettungsdienste bereiten sich vor

Koordiniert werden die ganzen Vorbereitungen vom Bundesamt für Gesundheitswesen BAG. Dieses ist mit allen Kantonsärzten im Gespräch, seit sich die Situation in Westafrika so dramatisch entwickelt hat. Das BAG erlasse auch Empfehlungen, sagt Daniel Winter von der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich. Aufgrund dieser Empfehlungen haben sich im Kanton Zürich neben den grossen Spitälern auch die Rettungsunternehmen auf einen möglichen Ebolafall vorbereitet.

Genf am ehesten betroffen

Hugo Sax geht jedoch davon aus, dass Genf mit seinen vielen internationalen Organisationen und Hilfswerken am ehesten mit einem Ebolafall konfrontiert wäre. Schweizerinnen und Schweizer, die sich anstecken und dies bemerken, würden in Genf behandelt. Am Universitätsspital Zürich wären Fälle von Patienten denkbar, die erst in der Schweiz bemerken, dass sie sich angesteckt haben.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Michel Debrotti, Basel
    Die UN geht heute DO davon aus dass sich die Anzahl der infizierten alle 21 Tage verdoppelt. In einem halben Jahr 1 Million und in 12 Monaten also 10'731'520 infizierte. Spätestens wenn es die Weissen in Südafrika betrifft interessiert es dann mal jemand aus der Schweiz? Oder macht man dann eine Safari weil es billig ist? In Basel und Genf lassen sich > ohne Swissmedic und FDA apro. ? < rund 100 Probanden gegen Ebola Impfen? Bitte spendet an Ärzte ohne Grenzen!
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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Am besten wäre, nicht mehr nach Afrika zu reisen. Keinesfalls sollte man die Wahrscheinlichkeit, dass Europa und die CH von Ebola befallen werden könnte, verharmlosen. Im Gegenteil, es wird nicht mehr lange dauern, bis der Kontinent von diesem Virus befallen sein wird, wenn man bedenkt, wie massenweise Flüchtlinge aus Afrika nach Europa strömen (Tendenz steigend).
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