Zürich: Deutschunterricht vor dem Kindergarten keine Pflicht

Kinder, die früh genug, also noch vor dem Kindergarten, Deutsch lernen, haben es später in der Schule einfacher. Das zeigt eine Studie aus dem Kanton Basel-Stadt. Trotzdem will die Stadt Zürich keine obligatorischen Deutsch-Stunden in der Spielgruppe.

Vier Kinder mit Migrationshintergrund in der Spielgruppe.

Bildlegende: Spielend Deutsch lernen: Das Basler Modell ist ein Erfolg. Keystone

Spielend Deutsch lernen, in der Spielgruppe, beim Zvieri oder beim Händewaschen. So funktionieren die obligatorischen Deutsch-Stunden in Basel. Noch vor dem Kindergarten müssen die Kinder an zwei Nachmittagen in den Deutschunterricht. Nun zeigt eine Studie: Dieser Unterricht zahlt sich aus. «Wir sind sehr zufrieden, dass die Kinder im Kindergarten besser Deutsch sprechen. Die Massnahmen wirken also», sagte der zuständige Basler Regierungsrat Christoph Eymann am Montag.

Auch in Zürich gibt es Frühförderung, allerdings ist diese freiwillig. Und trotz des Erfolgs in Basel sieht die Stadt Zürich keinen Handlungsbedarf. «Die Eltern verweigern sich höchst selten, denn sie wollen das Beste für ihre Kinder», sagt Michael Rüegg. Ausserdem richte sich das Zürcher Angebot nicht nur an Migranten, sondern generell an Familien aus sozial benachteiligten Schichten. Die Stadt Zürich ist überzeugt von ihrem Modell - und will daran festhalten, Basler Studie hin oder her.