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Zürich Schaffhausen Zürich: Familien mit kleinen Kindern erhalten keinen Zustupf mehr

Kleinkinderbetreuungsbeiträge - hinter diesem sperrigen Wort steckt ein finanzieller Zustupf, den Eltern mit kleinem Portemonnaie im Kanton Zürich seit 1992 beantragen konnten. Nun hat der Kantonsrat diese Beiträge gestrichen. Sie seien nicht mehr zeitgemäss, hiess es. Nur SP und AL wehrten sich.

Ein kleines Kind zieht einem Baby Socken an.
Legende: Eltern sollten sich zu Hause um ihre Kinder kümmern können, hiess es 1992. Nun wird der finanzielle Zustupf gestrichen. Keystone

Die hohen Kosten waren der Todesstoss für die Kleinkinderbetreuungsbeiträge (KKBB). Denn vor zwei Jahren passte der Kanton die Regeln an. Neu hatten mehr Eltern Anrecht auf die KKBB. Prompt schnellten die Gesuche in die Höhe - und die Gemeinden gingen auf die Barrikaden.

Kantonsrätin Linda Camenisch (FDP) nahm den Ball auf und lancierte einen Vorstoss zur Abschaffung der KKBB. Sie erhielt dafür am Montag im Rathaus viel Unterstützung. Die KKBB seien nicht mehr verhältnismässig und überholt, argumentierten die Befürworter. Denn die Angebote wie Hort und Krippen seien seit 1992 stetig ausgebaut worden. Das Geld für die KKBB könne man besser brauchen, etwa für die frühkindliche Förderung.

Geht das Geld verloren?

Genau hier setzten die SP und AL an, welche sich gegen die Abschaffung der KKBB wehrten. «Es ist ein frommer Wunsch zu glauben, die Mittel würden in die frühkindliche Förderung investiert», sagte Monika Wicki (SP). Die SP beantragte deshalb, die Beiträge nur noch für Kinder bis einjährig auszuzahlen statt wie bis jetzt bis zweijährig.

Sie erhielt jedoch nur Unterstützung von der AL und der EDU. Eine klare Mehrheit aus SVP, FDP, GLP, Grünen, EVP, CVP und BDP entschied, dass die KKBB vollständig gestrichen werden.

In vier Wochen entscheidet der Kantonsrat dann definitiv. Am Resultat dürfte sich nichts mehr ändern: Die Kleinkinderbetreuungsbeiträge im Kanton Zürich sind Geschichte - ausser, es wird noch das Referendum ergriffen.

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