Zürich muss Negativzinsen nicht fürchten

Selbst wenn Stadt und Kanton Zürich Negativzinsen zahlen müssten, viel Geld ginge dabei nicht verloren. Denn ihre Konten bei der Schweizerischen Nationalbank sind reine Abwicklungskonten, auf denen nie viel Geld liegt.

Hausfassade mit Fenstern und Aufschrift "Schweizerische Nationalbank"

Bildlegende: Die SNB will niemanden mehr vor Negativzinsen verschonen. Für Zürich ist das kein Problem. Keystone

Als Konsequenz des festen Euro-Franken-Kurses hat die Schweizerische Nationalbank im Januar Negativzinsen eingeführt. Einige Konten, so auch jene der Stadt und des Kantons Zürich, galten als Ausnahme und waren nicht von der Massnahme betroffen. Nun hat SNB-Chef Thomas Jordan angekündigt, man wolle diese Ausnahmen überprüfen und aufheben.

Für Zürich hätte dies allerdings keine gravierenden Folgen. Die SNB-Konten von Stadt und Kanton sind Abwicklungskonten, auf denen nie länger Geld liegt. Die Zürcher Verkehrsbetriebe nutzen beispielsweise ein SNB-Konto, um ihre Tageseinnahmen kurzfristig zu lagern. Das Konto wird jeden Abend bis auf 1000 Franken geleert. Man habe hier also keine grossen Anlagen, deshalb wären auch die Auswirkungen eines Negativzinses nicht gross, sagte Patrik Pons vom städtischen Finanzdepartement gegenüber dem Regionaljournal.