Zürich und seine Nobelpreisträger

Über 60 Nobelpreisträgerinnen und -träger verbrachten einen Teil ihres Lebens in Zürich. Einige blieben nur ein paar Wochen, einige für Jahrzehnte. Eine Ausstellung im Stadthaus und ein Buch widmen sich diesen Zürcher Genies.

Der junge Albert Einstein und seine berühmte Formel E=mc2.

Bildlegende: Einstein Einstein hat in Zürich studiert - aber auch andere Nobelpreisträger haben einen Bezug zur Limmatstadt. Illustration: Alina Günter

Dass Albert Einstein in Zürich studiert hat, wissen die meisten. Weniger bekannt ist, dass viele weitere Nobelpreisträger einen Bezug zur Stadt haben: So etwa der Österreicher Erwin Schrödinger, der in Zürich die Quantenmechanik entwickelt hat, Walter Rudolf Hess, der mithilfe von Experimenten an Katzen das Zwischenhirn untersuchte oder Literatur-Nobelpreisträger Theodor Mommsen, der als Professor in Zürich unterrichtete, als er seine monumentale «Römische Geschichte» zu schreiben begann.

Staunen über die eleganten Leute in Zürich

Ihnen allen widmet das Stadthaus eine Ausstellung: «Einstein & Co.» porträtiert zwölf ausgewählte Preisträger und ihr Werk, auch mit Anekdoten und Geschichten. Geschichten, wie jene des Physikers Wolfgang Pauli, der 1928 von Wien nach Zürich kam und offenbar erwartete, dort ein Alpendorf anzutreffen. Mit dem Rucksack auf dem Rücken stand er am Bahnhof und staunte über all die elegant gekleideten Leute.

Zur Ausstellung gehören auch grosse Fotos, auf denen die Zürcher Lieblingsorte der Nobelpreisträger abgebildet sind. Neben dem Restaurant Kronenhalle und dem Café Odeon erfreute sich auch das Grandhotel Dolder grosser Beliebtheit. Schriftsteller Thomas Mann hielt eine Begegnung am Zürichbergmit einem hübschen Kellner später
in seinem Roman «Felix Krull» fest.

Link zur Ausstellung