Zürich will den Asylbewerbern auf Augenhöhe begegnen

Die aargauische Stadt Bremgarten hat für die Asylbewerber des neuen Bundes-Asylzenrums 32 Verbotszonen definiert. Die Stadt Zürich kritisiert diese Haltung. Solche strenge Regeln bereits zu Beginn soll es in Zürich nicht geben.

Blick durch einen Stacheldraht auf ein Areal in Zürich-Altstetten, im Hintergrund zwei Hochhäuser

Bildlegende: Areal des geplanten Bundesasyl-Zentrum in Zürich-Altstetten Keystone

Die Asylbewerber, die im neuen Bundes-Asylzentrum im aargauischen Bremgarten untergebracht sind, müssen sich an strenge Regeln halten. Sie dürfen beispielsweise nicht in Badeanstalten, dürfen keine Schulhäuser aufsuchen und sie dürfen sich nicht vor Kirchen aufhalten. Die Stadt Bremgarten hat mit dem Bundesamt für Migration über 30 solche Verbotszonen ausgehandelt.

Der Zürcher Stadtrat und Sozialvorsteher Martin Waser kritisiert diese Haltung. Zürich habe bereits 1900 Asylbewerberinnen und - bewerber und sie leben in der Stadt, ohne aufzufallen. Auch beim geplanten Bundes-Asylzentrum in Zürich Altstetten solle es nicht auf Vorrat Verbote geben. In Zürich habe man eine andere Grundhaltung.

«  Wir müssen diese Menschen ernst nehmen.  »

Martin Waser
Zürcher Stadtrat

Ernst nehmen heisst für Martin Waser, den Asylsuchenden mit Respekt begegnen. «Wenn man den Asylsuchenden auf Augenhöhe begegnet, dann hat man auch weniger Schwierigkeiten», sagt Martin Waser gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Wenn man den Asylsuchenenden von Anfang an sage, dass sie nicht willkommen seien, dann werde man auch Schwierigkeiten bekommen, so Martin Waser. Durchgreifen will die Stadt Zürich aber dann, wenn es tatsächlich Probleme geben sollte.

Das geplante Bundesasylzentrum in Zürich-Altstetten soll anfangs 2014 den Betrieb aufnehmen.