Zürichs Fussgängerstreifen sind sicherer geworden

Fussgängerstreifen sollen so sicher sein wie irgendwie möglich. Das hat sich der Kanton Zürich letztes Jahr vorgenommen, als die Diskussion über Unfälle auf Fussgängerstreifen in der ganzen Schweiz heiss lief. Inzwischen hat der Kanton einiges unternommen.

Ein Auto fährt über einen Fussgängerstreifen, und ein Fussgänger überquert die Strasse.

Bildlegende: Fussgängerstreifen - sie sind im Kanton Zürich sicherer geworden. Keystone

Alle 2236 Fussgängerstreifen auf kantonalen Strassen wurden im letzten Jahr auf Herz und Nieren geprüft. Bei ein paar Streifen, die alles andere als sicher waren, habe es nur eine radikale Lösung gegeben, sagt der kantonale Strasseninspektor Martin Pola: «Man hat sie ausradiert. Das kam nicht immer gut an in der Bevölkerung. Aber gerade ausserorts, bei Tempi über 60 Stundenkilometer, kann man keinen sicheren Streifen machen.» Darum sind insgesamt zehn Fussgängerstreifen verschwunden.

Sichtbarkeit verbessert

Bei der Mehrheit der Fussgängerstreifen hat der Kanton dafür gesorgt, dass sie besser sichtbar sind. So wurde etwa die Beleuchtung verbessert oder es wurden Sträucher und Bäume zurückgeschnitten. Parallel dazu hat der Kanton den Versuch gestartet, wie die Markierungen am Boden verbessert werden könnten - zum Beispiel mit kleinen LED-Lichtern oder funkelnden Swarovski-Steinen.

Wie sich dieser Versuch bewährt, kann Baudirektor Markus Kägi allerdings noch nicht sagen. Dazu möchte er erst den Winter abwarten: «Wir müssen sehen, wie sich diese Lichter und Steine bewähren, wenn der Schneepflug darüberfährt.»

Alle Massnahmen seien jedoch vergeben, wenn Fussgänger und Autofahrerinnen nicht aufpassten, mahnt Kägi. 2013 registrierte die Polizei noch 85 Unfälle auf Fussgängerstreifen, 2012 waren es noch über 100.