Geld für Dada «Zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel»

Dada sorgt auch nach dem 100-Jahr-Jubiläum im Zürcher Gemeinderat für Gesprächsstoff. Nach langen Diskussionen gewährt der Zürcher Gemeinderat dem Cabaret Voltaire erstmals jährliche Betriebsbeiträge. Zudem geht die Liegenschaft in den Besitz der Stadt über.

Ein Haus in der Altstadt, Aufschrift "cabaret voltaire"

Bildlegende: Neuerdings bekommt das Cabaret Voltaire Betriebsbeiträge. Allerdings weniger als ursprünglich geplant. zvg/Cabaret Voltaire

Vor 100 Jahren ist die Dada-Bewegung in Zürich entstanden. Der «Geburtsort» ist das Haus an der Spiegelgasse 1 im Zürcher Niederdorf. Dort ist zu Ehren der einstigen internationalen Avantgarde-Bewegung seit 2004 das Cabaret Voltaire untergebracht.

«Bedeutende Stätte»

Neu erhält das Cabaret Voltaire nun einen jährlichen Betriebsbeitrag von 101'000 Franken von der Stadt Zürich. Dies ist ein Kompromiss-Vorschlag der GLP. Eigentlich hatte der Stadtrat 150'000 Franken beantragt, die Betreiber wünschten gar 250'000 Franken. Grüne und Alternative Liste waren die einzigen Parteien, die für den Stadtratsbetrag stimmten. Rosa Maino von der AL ärgerte sich, 100'000 Franken jährlich seien «zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel».

Häusertausch mit Swiss Life

Für eine sichere Zukunft sei es auch nötig, die Liegenschaft zu sichern, sagte Mauch. Diese gehört bisher der Versicherung Swiss Life. Im Tausch dafür gibt die Stadt Zürich ein Areal im Seefeld ab.

Gegen diesen «Liegenschaften-Kuhhandel» hat die AL bereits das Referendum ergriffen. Auch eine Mehrheit des Rates war nicht ganz glücklich. Er stimmte dem Tausch aber schliesslich zu. Um das Geburtshaus des Dada zu bekommen, sei diese Kröte zu schlucken.