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Zusammenarbeit am Rheinfall «Nicht nur das Wasser anschauen, sondern die ganze Region»

Der Rheinfall lockt viele Touristen an. Doch bei der Vermarktung hapert es, vor allem auf der Zürcher Seite.

Legende: Audio Gemeinsam das Naturspektakel besser verkaufen (7.10.2017) abspielen.
4:55 min

An Ideen mangelt es nicht: «Es gibt einen meterbreiten Ordner mit Konzepten über den Rheinfall», sagt Beat Hedinger. Er ist Direktor von Schaffhauserland Tourismus. Doch die meisten dieser Konzepte verstauben, anstatt dass sie umgesetzt würden.

Die Quantität der Besucher ist nicht das Problem. Der grösste Wasserfall Europas lockt jährlich rund 1,5 Millionen Besucherinnen und Besucher an. Doch diese Masse zahlt sich finanziell nicht aus. Vor allem der Kanton Zürich mache zu wenig in Sachen Vermarktung, monieren Politikerinnen und Politiker immer wieder.

Kommen um zu bleiben

Die grosse Schwierigkeit liegt in der Verweildauer der Gäste. Die Besucher blieben nicht lange genug, sagt Felix Juchler vom Verein Pro Weinland, der die Zürcher Seite des Wasserfalls attraktiver machen will. Gerade mal eine halbe Stunde verweilen die Touristen im Schnitt: «Das reicht nicht für ein Essen, höchstens für einen Kurzimbiss.» So lässt sich nicht viel Geld verdienen.

Beide Seiten sind daran interessiert, die Gäste länger beim Naturspektakel halten zu können. Dazu brauche es eine gute Zusammenarbeit, so Felix Juchler: «Ich sehe nicht den Schaffhauser und den Zürcher Rheinfall. Sondern einfach den Rheinfall. Wir müssen besser zusammenspannen.»

Gemeinsame Vision

Wie das funktionieren soll, darüber sind sich die beiden Touristiker einig. Beat Hedinger: «Wir müssen die Leute von der einen auf die andere Seite schicken, damit sie länger hier bleiben.» Und auch Felix Juchler meint: «Es ist unsere Aufgaben, den Leuten das ganze Umfeld näherzubringen. Die Gäste sollen nicht nur im Vorbeigehen das Wasser anschauen, sondern die gesamte Region entdecken.»

Damit das gelingt, ist der Kanton Zürich bereit zu investieren. Auf das Jahr 2020 will die Baudirektion das Schloss Laufen renovieren.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Niklaus Bächler (sensus communis)
    Wer z.B. heute als ausländischer Tourist den Rheinfall auf Schaffhauser Seite besuchen will, kann nicht einmal einen Kaffee trinken gehen. Denn beide Restaurants öffenen erst um 1130 H! So etwas gibt es bei Sehenswürdigkeiten auf der ganzen Welt nicht! Ich pflichte Olaf Schulenburg zu, die Schaffhauser Seite ist eine Tourismuswüste.Erst vor einigen Wochen mussten die Schaffhauser Geld bewilligen,da Tourismus SH sonst an die Wand fahren würde.Trauerspiel in Schaffhausen.
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  • Kommentar von Olaf Schulenburg (freier Schweizer)
    Also ich finde die Zürcherseite wesentlich stilvoller! Was da auf der Schaffhauserseite abgeht ist Massentourismus auf schlechtestem, billigszem Niveau.War grad heute am Rheinfall, auf beiden Seiten, und war wieder so geschockt wie „gruuslig“ alles auf der SH Seite ist. Bitte Zürcherseite: ändert bloss nichts!
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  • Kommentar von Niklaus Bächler (sensus communis)
    Ich bin anderer Meinung als Herr Hedinger. Auf Schaffhauser Seite erleben wir ein Trauerspiel der Besucherfreundlichkeit. Unverständlich ist z.B. dass man wie dieses Jahr mit Oktoberfest- / bayrischem Biergartenstimmung meint, Menschen unsere schöne Natur zu verkaufen.Ideen- & konzeptlos agiert hier Schaffhausen Tourismus.Wegweiser fehlen, überteuerte Mahlzeiten mit mittelmässigem Service sind nur einige Bsp.Auch der neue Lift ist völlig am falschen Ort platziert. Jammern haben sie aber gelernt!
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