Zustupf für Zürcher Literaturverlage

Seit der Aufhebung des Euro-Untergrenze ist die Existenz Schweizer Verlage zum Teil bedroht. Kanton und Stadt Zürich unterstützen deshalb Zürcher Verlage mit einem einmaligen Betrag von bis zu 15'000 Franken. Betroffene Verlage können entsprechende Gesuche eingeben.

Messebesucher studieren Bücher an der Frankfurter Buchmesser

Bildlegende: Schwierige Zeiten für Schweizer Verlage Damit die Verlagslandschaft in ihrer Vielfalt erhalten bleibt, erhalten die Literaturverlage eine einmalige Unterstüt... Keystone

Gedacht ist die finanzielle Unterstützung für Verlage mit vorwiegend literarischem Programm. Sie sollen einmalige Beträge von bis zu 15'000 Franken erhalten. Von Stadt und Kanton Zürich werden insgesamt 160'000 Franken vergeben. Gesuche können bis Ende Mai eingereicht werden.

Die Literaturszene insgesamt stärken

Die Beiträge sollen die Literaturszene insgesamt stärken. Verlage können die Gelder beantragen, um sich weiterhin im In- und Ausland zu repräsentieren. Hintergrund der Sofortmassnahme ist die Aufhebung der Euro-Untergrenze.

Der Kurlturchef der Stadt Zürich, Peter Haerle begründet die Massnahme mit der ausserordentlich schwierigen Situation für kleine Verlage. Diese hätten schon immer mit kleinen Margen gearbeitet und müssten nun gegen stark sinkende Einnahmen kämpfen. Die Kosten in Zürich seien jedoch dieselben geblieben.

Bund plant Verlagsförderung ab nächstem Jahr

Die Überbrückungshilfe ist auf dieses Jahr beschränkt. Nächstes Jahr plant der Bund Verlagsförderung.
Der Diogenes-Verlag hatte Anfang des Monats seinen Auftritt an der nächsten Frankfurter Buchmesse abgesagt, weil er wegen der Aufhebung der Euro-Untergrenze zu Sparmassnahmen gezwungen sei.