Zuversicht in der Badi Rheinau - trotz schlechten Sommers

Im fliegenden Wechsel hat die Genossenschaft Aquarina das gerettete Bad von der Gemeinde übernommen. Nach fulminantem Start, machte der schlechte Sommer den neuen Betreibern aber einen Strich durch die Rechnung. Trotzdem herrscht weiterhin Zuversicht.

Notrufseule neben dem Aussenbecken des Schwimmbades Rheinnau

Bildlegende: Die Gästezahl in der Badi Rheinau blieb unter den Erwartungen. Die Betreiber senden aber noch keine Notsignale aus. SRF

In den ersten paar Tagen nach der Neueröffnung am 1. Juni 2014 sei das Bad von Gästen beinahe überrannt worden, erzählt Caspar Heer von der Genossenschaft Aquarina, die das Bad heute betreibt. An den schönen Tagen rund um Pfingsten kamen über 700 Gäste. Der Kiosk sei schon früh leergekauft gewesen: «Das hat uns aber niemand übel genommen», meint Caspar Heer zu diesen Startschwierigkeiten.

Hallenbad als Rettungsanker

Doch dann wurde das Wetter schlecht und die Eintritte blieben unter den Erwartungen. Am schlechtesten Tag fanden nur 70 Unentwegte den Weg ins gerettete Bad. Mit Events, wie einem Public Viewing während der Fussball-WM oder einem Badi-Fest, versuchte die Genossenschaft Gegensteuer zu geben. Aber auch hier kamen nicht so viele Leute, wie bei schönem Wetter zu erwarten gewesen wären, bilanziert Caspar Heer: «Geholfen hat uns hier das Hallenbad – es war deshalb bei uns nicht so leer, wie in reinen Sommerbädern.»

Investitionen für eine bessere Zukunft

Es sei aber trotzdem wichtig, dass das Bad attraktiver werde, meint Caspar Heer. So will die Genossenschaft im nächsten Sommer mit einer grossen Wasserrutschbahn Gäste ins Freibad locken. Finanziert wird dieses Projekt von einem Sponsor. Und auch die Sauna soll aufgewertet werden, damit im Winter mehr Gäste kommen.

Finanziell steht die Genossenschaft solide da: Trotz Eintritten, die unter den Erwartungen blieben und unerwarteten Kosten für die Reparatur des Sprudelbades, musste sie ihr Kapital von 280'000 Franken nicht angreifen. Geholfen haben dabei unter anderem Anfangs-Spenden von verschiedenen Gemeinden. Caspar Heer und seine Mitstreiter schauen deshalb trotz des schlechten ersten Sommers mit Zuversicht in die Zukunft.