Zum Inhalt springen

Schweiz 1. August: Schneider-Ammann lobt das Chancenland Schweiz

«Unser Land bietet jedem und jeder hervorragende Chancen», so der Bundespräsident in seiner Radioansprache zum 1. August. Vor dem Hintergrund der jüngsten Gewalttaten forderte Johann Schneider-Ammann die Schweizer zum Zusammenhalt auf. «Wir müssen unsere Freiheit und Sicherheit verteidigen.»

Legende: Audio «Radioansprache zum 1. August: Schneider-Ammann lobt Erfolgsmodell Schweiz» abspielen. Laufzeit 2:29 Minuten.
2:29 min

Der 1. August sei ein guter Tag, um über die Chancen nachzudenken, die die Schweiz den Menschen biete, sagte Bundespräsident Johann Schneider-Ammann in seiner Radioansprache zum 1. August. Bildung, Innovation und Unabhängigkeit seien drei dieser Chancen.

Die Bildung sei die Basis des Erfolgs: Jedes Kind könne in der Schweiz seine Fähigkeiten entfalten. Dank des offenen Bildungswegs mit Berufslehre, Fachhochschulen und Universitäten könne jeder weit kommen. «Wer hier ausgebildet wird, hat beste Startvoraussetzungen», so Schneider-Ammann. «Das macht die Schweiz zum Chancenland.»

Der zweite Schlüssel zum Erfolg sei die Innovation. Weil Bodenschätze fehlten, habe die Schweiz sich nie auf etwas ausruhen können, sondern immer Neues, noch Besseres entwickelt müssen. «Daraus haben wir eine Stärke gemacht.»

«Wir wollen unsere Geschicke selber steuern»

Schliesslich liege ihm die Unabhängigkeit der Schweiz am Herzen, sagte Schneider-Ammann. «Wir wollen unsere Geschicke selber steuern.» Allerdings gehörten zur Unabhängigkeit auch die Offenheit und gute Beziehungen in alle Welt. «Der bilaterale Weg verbindet uns auf Augenhöhe mit der Europäischen Union», sagte Schneider-Ammann. «Ihn müssen wir bewahren.»

Unabhängigkeit gebe es aber nicht ohne Sicherheit, sagte Schneider-Ammann. «Wir müssen mehr denn je zusammenhalten und unsere Freiheit und Sicherheit verteidigen», sagte er vor dem Hintergrund der «schrecklichen Auswüchse von Gewalt in den letzten Monaten».

«Unser Land bietet jedem und jeder hervorragende Chancen», schloss Schneider-Ammann. «Seien wir dankbar dafür. Und vor allem: Nutzen wir sie.»

19 Kommentare

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Ich sehe die Chancen bei allen Jenen, die gut vernetzt sind und einer entsprechenden Partei angehören, die Schweiz gehört zu 50% den 2% der reichsten Bevölkerungsschicht. Denen geht es sicher hervorragend , der unterste 5% Rest der Ausgesteuerten und Arbeitslosen, meist ab 50. Lebensjahr und dre Sozialhilfebezüger führt doch eher ein karges Dasein, immerhin muss niemand Hunger leiden , das ist heute auch schon etwas. Darum ist ein Grundeinkommen ein bitter nötiger Schritt in eine friedl. Schweiz
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Ueli von Känel (uvk)
    Bundesrat Johann Schneider-Ammann bezeichnet die Schweiz zu Recht als „Chancenland“. Diese Bezeichnung aber fordert ein, dass wir gemeinsam mehr darauf hinarbeiten, dass die Kluft zwischen Reich und Arm - bereits hier in der Schweiz – kleiner wird. Denn nur so kann der durch diese grosse Diskrepanz gefährdete soziale Friede bewahrt bzw. gefördert werden. Daran haben wir wohl alle ein Interesse. Dazu braucht es aber einen Weitblick über finanziellen Opportunismus hinaus.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Niklaus Bächler (SVP-Hinterfrager)
    Mehrheitlich rechte Proletarier können der Analyse des Bundespräsidenten nichts abgewinnen. Offensichtlich gelagert sich diese Unzufrieden seit von Links nach Rechts... Eigentlich schade für dieses privilegierte Land, oder?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Hans Haller (panasawan)
      Herr Baechler, es gilt sich heute schon auf die kommenden Herausforderungen einzustellen. Ich kann bei JSA keinen einzigen Ansatzpunkt sehen, dass er sich bewusst ist, dass sich Europa dramatisch ändern wird. Die Wirtschaft wird nicht mehr in der Lage sein eine ausreichende Beschäftigunglage bieten zu können. Von dieser unangenehmen Tatsache muss man heute schon ausgehen. Alte bekannte strukturelle Anpassungs-Modelle greifen plötzlich nicht mehr ausreichend und versagen kläglich.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen