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Schweiz 23'765 Personen stellten letztes Jahr ein Asylgesuch

Die Zahl der Asylgesuche steigt weiter. Im vergangenen Jahr ist sie im Vorjahresvergleich um 11 Prozent gestiegen. Die Behörden erhielten mehr als 23‘500 Gesuche. Grund: Krisen und Konflikte rund um das Mittelmeer sowie Konflikte in Afrika.

Asylantenehepaar aus Äthiopien in einem Asylzentrum. Aufnahme von hinten.
Legende: 6199 Personen erhielten 2014 in der Schweiz Asyl. Keystone

Der Wunsch nach Sicherheit und einem Leben in Frieden hat auch 2014 die Menschen angetrieben: So ist die Zahl der Asylgesuche in der Schweiz im vergangenen Jahr gegenüber dem Vorjahr um 11 Prozent gestiegen. Die Behörden erhielten 23'765 Gesuche. Im Vergleich zu Gesamteuropa fiel die Zunahme aber moderat aus.

In Europa sei die Zahl der registrierten Asylgesuche um 35 Prozent auf 600'000 gestiegen. Dies teilte das Staatssekretariat für Migration (SEM) mit. Es begründet diese Entwicklung mit den zahlreichen Krisen- und Konfliktherden um das Mittelmeer und auf dem afrikanischen Kontinent. In der Folge seien wieder mehr Menschen auf dem Seeweg nach Italien gelangt.

Eritrea, Syrien und Sri Lanka

Wichtigstes Herkunftsland Asylsuchender in der Schweiz war im vergangenen Jahr Eritrea. 6923 Personen aus dem afrikanischen Land reichten ein Gesuch ein, 4360 mehr als im Vorjahr (+170 Prozent). An zweiter Stelle der Herkunftsländer lag Syrien (3819, +101 Prozent), gefolgt von Sri Lanka (1277, +87 Prozent).

Die Behörden erledigten 26'715 Asylgesuche in erster Instanz, 2749 mehr als 2013. 6199 Personen erhielten in der Schweiz Asyl, der Status wurde somit doppelt so oft verliehen wie im Vorjahr. Insgesamt lag die Anerkennungsquote bei 26 Prozent, wie das BFM weiter bekannt gab.

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21 Kommentare

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  • Kommentar von L.Leuenberger, Zürich
    Seit 3 Jahrzehnten leistet die Entwicklungshilfe nur 20% reale Erfolge. Laut Jean Ziegler, UNO-Beauftragter, Verschwendung von Milliarden Gelder, meistens aufgebraucht von korrupten Regierungen. Unsere Regierungen haben nichts gelernt und zwingen die eigene Bevölkerung zum Mitmachen. Alle Länder sollten kontingentierte Zahlen aufnehmen und gezielt Hilfe vor Ort leisten, internationale Militärintervention ist nötig, aber sicher nicht das neue Verschieben von Menschen, das jetzt stattfindet.
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  • Kommentar von P.Meier, Zürich
    In Eritrea gibt es keine Krieg, keine Verfolgung und Wehrdienstverweigerung ist KEIN Grund mehr für Asyl in der Schweiz. Dennoch sorgt die Asyl-Industrie dafür, dass die Eritreär bleiben können. 90% der Eritreär leben lagfristig von der Sozialhilfe; weil sie keine Ausbildung haben und nur schwer integrierbar sind. Ich verstehe nicht, warum das bestehende Gesetz nicht umgesetzt wird und die Kriegsdienstverweigerer aus Eritrea weterhin Asyl bekommen.
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    1. Antwort von R. Graf, SO
      @P. Meier Wie würden wir Schweizer auf die Ankündigung des Bundesrates reagieren, dass die Länge des Militärdienstes künftig mehrere Jahre oder gar Jahrzehnte dauert und dies zu einem Sold, der in keinster Weise für das Leben reicht? Wie, wenn jeder der sich dagegen ausspräche, verhaftet, gefoltert oder gar getötet würde? Wie, wenn MIssbrauch und Vergewaltigung zur Tagesordnung gehört? So nebenbei, Eritrea befindet sich bez. Pressefreiheit auf dem weltweit letzten Platz, hinter Nordkorea.
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    2. Antwort von P.Meier, Zürich
      @R. Graf. Das sind alles bewusste Übertreibungen von den NGO. Weil die Regierung in Eritrea alle NGO aus dem Land geworfen hat, sind diese nun sauer und machen massiv Propaganda. Eritrea ist dank dem Rauswurf der NGO das einzige Land Afrikas, dass seine eigene Bevölkerung ernähren kann und eine aufblühende Wirtschaft hat.
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    3. Antwort von R. Graf, SO
      @P. Meier. Was denken Sie, ist es der aufblühenden Wirtschaft oder des einzigartig tollen Ernährungsprogramms der eritreischen Regierung zu verdanken, dass Monat für Monat tausende Eritreer aus ihrer Heimat flüchten, mit dem Risiko an der Grenze erschossen, im Sudan vergewaltigt zu werden, in der Wüste zu verdursten, im Mittelmeer zu ertrinken, in einem Beduinen-Camp auf der Sinai-Halbinsel zu Tode gefoltert oder Opfer des Organhandels zu werden?
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    4. Antwort von A.Käserz, Zürich
      R.G./In Eritrea existiert eine Art"Religionskrieg".Wieso?Weil Religion,Macht und Ausbeutung immer Hand in Hand gehen.Religion ist ein Feigenblatt,ein theoretisches,wenn's hoch kommt,ein philosophisches Konstrukt.Die vermeintlich damit transportierten Werte,werden von den Wnigsten verstanden,geschweige denn verinnerlicht.Hängen bleiben höchstens,die mit der Religion verbundenen Riten und im Rechtssystem werden Dogmen von ihr übernommen.Verlogene Doppezüngigkeit,Janusköpfigkeit.Machtmissbrauch.
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    5. Antwort von R. Graf, SO
      @A. Käser Der Religionskrieg mag auf den Sudan zutreffen, von Eritrea lese und höre ich aber überall das Gegenteil. Wer aber wirklich zu leiden hat, sind evangelikale Christen, dieser Druck kommt jedoch von der Regierung und nicht von der Bevölkerung.
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    6. Antwort von P.Meier, Zürich
      @R. Graf. Die Leute aus Eritrea wander aus Wirtschaftlichen Gründen aus. In der Schweiz erhalten sie Sozialhilfe, was für die Eritreär viel Geld ist. Die von ihnen geschilderten Gefahren sind Inexistent. Viele der Eritreär, die hier Asyl erhalten, machen in ihrer Heimat Urlaub! Wenn es für sie wirklich so Gefährlich wäre in Eritrea, dann könnten sie dort kein Urlaub machen.
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  • Kommentar von W.Ineichen, Luzern
    In früheren Jahrhunderten gingen Staaten mit Soldaten auf Eroberungszüge. Eroberer sind heute viel schlauer. Sie schicken ihre Einwohner als Flüchtlinge auf Eroberungszüge. Diese werden anders als Soldaten nicht bekämpft, sondern freundlich aufgenommen und barmherzig betreut. Der Eroberungszug hat nichts gekostet, im Gegenteil. Die Eroberer leben auf Kosten der Eroberten und werden ihnen ihre Auffassung von Rechtsordnung und Religion aufzwingen. So läuft der moderne Kolonialismus.
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    1. Antwort von R. Graf, SO
      "Sie schicken ihre Einwohner als Flüchtlinge auf Eroberungszüge" Wenn ich solche Kommentare lese, dreht sich mir der Magen. Tausende werden und wurden erbarmungslos abgeschlachtet, Millionen mussten ihre geliebte Heimat verlassen und befinden sich unter schrecklichen Bedingungen auf der Flucht. Selbst Kinder werden vergewaltigt, gefoltert und auf bestialische Weise ermordet. Arroganz und Sarkasmus sind in einer solchen Tragödie fehl am Platz.
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