243 Menschen starben 2014 im Strassenverkehr

Noch nie gab es seit den 1970er-Jahren so wenig Verkehrstote. Dennoch: Vergangenes Jahr starb im Durchschnitt alle 36 Stunden ein Mensch auf Schweizer Strassen. Im internationalen Vergleich steht die Schweiz mit ihrer Verkehrsunfälle-Statistik noch gut da.

Strassenverkehr in Genf

Bildlegende: Am meisten Unfälle mit Schwerverletzten ereigneten sich in den Städten Genf, Lausanne, Bern und Zürich. Keystone

Bei Unfällen auf Schweizer Strassen starben 2014 gemäss dem Bundesamt für Statistik (BFS) insgesamt 243 Personen. Im Eisenbahnverkehr kamen 28 Personen ums Leben, im Flugverkehr 2. Die An­zahl Todesopfer ist gemäss der Angaben des Bundes bei allen genannten Verkehrsträgern seit den 1970er-Jahren stark zurückgegangen. In der öffentlichen Schifffahrt ereignete sich 2014 wie schon in den Vorjahren kein tödlicher Unfall.

Grösstes Risiko beim Motorrad

Die Gefahr eines tödlichen Unfalls variiert je nach Verkehrsmittel stark. So sollen Eisenbahnfahrten am sichersten sein: Im Mittel kam es hier in den vergangenen Jahren (2004 bis 2013) zu einem Todesfall pro 12,8 Milliar­den zurückgelegter Personenkilometer. Diese Distanz entspricht 319’000 Erdumrundungen. Ein relativ sicheres Verkehrsmittel ist auch der Personenwagen. Insbesondere Fahrten mit dem Motorrad sind dagegen um ein Vielfaches ge­fährlicher.

Der Strassenverkehr tötet alle 36 Stunden ein Mensch

2014 ereigneten sich gemäss BFS auf den Schweizer Strassen insgesamt 17’803 Unfälle mit Personenschaden. Dabei wurden 243 Menschen getötet, 4043 schwer und 17’478 leicht verletzt. Somit verlor im Strassenverkehr durchschnittlich alle 36 Stunden ein Mensch sein Leben.

Wie das BFS schreibt, hat die Zahl Getöteter und Schwerverletzter die letzten Jahre stark abgenommen, obwohl die im Strassenverkehr erbrachte Verkehrsleistung in den vergangenen zwei Jahrzehnten angestiegen ist. Ein wichtiger Grund dafür sollen fahr­zeugtechnische Verbesserungen sein.

Anders verlief die Entwicklung bei den Leicht­verletzten: Deren Anzahl ist seit 2003 zwar ebenfalls zurückgegangen, war da­vor jedoch lange Zeit steigend.

Wenig Verkehrstote im internationalen Vergleich

Mit insgesamt 33 Verkehrstoten pro 1 Million Einwohner im Jahr 2013 steht die Schweiz im europäischen Vergleich relativ gut da. Am wenigsten Tote gab es mit 27 pro 1 Million Einwohner in Schweden.

Internationaler Vergleich der im Strassenverkehr getöteten Personen


Schweden
GrossbritannienSchweizDeutschlandFrankreichUSA
Getötete je 1 Million Einwohner/innen
2728334151103
Veränderung der Anzahl Getöteten seit 2000, in %
-56-51-55-55-60-22
Quelle: OECD