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Jahresstatistik der Grenzwache 50'000 illegale Grenzübertritte

Legende: Video Auch Zahl der Wegweisungen markant gestiegen abspielen. Laufzeit 00:59 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 31.01.2017.
  • Das Grenzwachtkorps hat 2016 fast 50'000 rechtswidrige Einreisen in der Schweiz registriert
  • Das sind rund 17'000 mehr als im Jahr zuvor.
  • In über der Hälfte der Fälle wurden die illegal Eingereisten wieder weggewiesen.
  • Die meisten aufgegriffenen Personen kamen aus Afrika.

Fast 50'000 mal hat das Schweizer Grenzwachtkorps (GWK) im letzten Jahr eine illegale Einreise in die Schweiz registriert. Die Zahl bezieht sich nicht auf die Anzahl der Personen, sondern auf die Anzahl der Fälle, denn einige Personen haben wahrscheinlich mehrmals versucht einzureisen.

Ein grosser Teil der aufgegriffenen Personen kam aus afrikanischen Ländern, wie Eritrea, Gambia, Guinea, Nigeria, Äthiopien und Somalia.

Tessin am stärksten betroffen

Am deutlichsten war die illegale Einwanderung an der Tessiner Südgrenze zu spüren, wo viele Migranten per Bahn von Italien her anreisten. Einen Anstieg verzeichnete man aber auch in Brig, wo Nachtzüge aus Italien ankommen.

Verglichen mit den Vorjahren gab es 2016 einen deutlichen Anstieg bei den illegalen Einreisen, wie die Zahlen des Grenzwachtkorps belegen.

Mehr Rückweisungen

Allerdings ist gleichzeitig auch die Zahl der Rückweisungen stark angestiegen. 27'000 mal haben die Grenzwächter jemanden zurückgewiesen.

Eine Rückweisung findet etwa dann statt, wenn ein illegal Eingereister in der Schweiz gar kein Asylgesuch stellt, oder wenn er weiterreisen will, zum Beispiel nach Deutschland oder Skandinavien.

In solchen Fällen gilt das Rückübernahme-Abkommen mit Italien. Dieses müsse konsequent umgesetzt werden, hiess es von Behördenseite in den letzten Monaten immer wieder.

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Heisst es anderswo zum Bericht: "Zudem haben sich viele Banden professionalisiert" Das dürfte wohl auch auf die zahlreichen selbsternannten "Asyl-Hilfsorganisationen" im Inland zutreffen.
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  • Kommentar von Manuela Fitzi (Mano)
    Mir soll man erklären, was ist der Sinn daran, dass nebst diesen 50T illegal ankommenden noch insg. 3T im UNO-Resettlement-Programm OHNE Asylprüfung von den Camps zu uns kommen? Siehe 10vor10 von gestern, Umsiedlung Familie Hamud. Camps als Verunsicherung im Leben? Zwei Kinder kamen dort zur Welt! Der 5köpfige Familie sollte eine Wohnung im friedlichen Teil Syriens gekauft worden sein (ja, das gibt's). Aber hier? Soz.hilfe, D-Unterricht, Integration usw... Was bring das im Friedensprozess?
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  • Kommentar von A. Moser (AM)
    Was ich nicht ganz verstehe: 50000 rechtswidrige Einreisen gab es - 27000 wurden zurückgewiesen? Und was passierte mit den anderen 23000?
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    1. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Ein Teil davon wird vermutlich bleiben können & welche nicht bleiben können, tauchen unter. Dank offener Grenzen für die hochgelobte Reisefreiheit der Europäer, haben wir jetzt den Salat.
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