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54 Milliarden Franken Rekordgewinn der SNB schürt auf Twitter Verwendungsfantasien

Neben der Maximalausschüttung von 2 Milliarden Franken an Bund und Kantone, fordern viele Nutzer einen AHV-Zustupf.

Der prognostizierte Rekordgewinn der Schweizerischen Nationalbank (SNB) von rund 54 Milliarden Schweizer Franken im vergangenen Jahr sorgt auf Twitter für mannigfaltige Vorschläge zur Verwendung des Überschusses.

Wenn die SNB einen (Buch-)Gewinn bekannt gibt, bleiben die Forderungen nach einer Verwendung des Geldes nie lange aus. Der Twitter-Nutzer Martin Achstaller spricht in diesem Zusammenhang aus, was wohl viele andere in Zeiten einer unsicheren Altersvorsorge denken: «Ab in die AHV damit!» Dieser Meinung ist auch Matthias Hauser.

Eine andere Ansicht vertritt der Unternehmer und ehemalige CEO der von Graffenried Holding, Georges Bindschedler (@GBindschedler): «SNB schreibt gigantischen Gewinn: eigentlich gehört dieser Gewinn den Unternehmen in der Schweiz, die 2014/2015 von der SNB getäuscht und belogen worden sind, damit sie im CHF investiert bleiben.»

Wie gewohnt folgen auch aus dem politischen Lager Forderungen hinsichtlich der Verwendung des SNB-Gewinns. Die SP Schweiz beispielsweise postuliert: «Zeit für einen Kurswechsel bei der #SNB: Es braucht einen neuen Mindestkurs von 1.25 Franken und einen Staatsfonds, damit die Bevölkerung auch etwas von den SNB-Milliarden hat», schreibt die Partei.

Auch Julian Croci, will die SNB-Milliarden reinvestieren: «Sofort in Internationale Klimafonds damit! #SNB», fordert der Co-Präsident der Jungen Grünen Zürich.

14 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Hochuli (Bruno Hochuli)
    Viele Menschen verstehen die Aufgabe der SNB nicht. Genauso wie ein Riesengewinn, kann ebenso schnell ein Verlust entstehen. Was erden dann die Leute sagen, wenn ein genau gleicher Verlust entsteht?. Die SNB macht ihren Job schon gut, Weitsicht ist besser als kurzfristiges Denken.
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  • Kommentar von Hans Haller (panasawan)
    Na ja, dann sollte man rund 50 Mia vorsorglich an die AHV zur Sicherung überweisen. Man wird es künftig sicherlich brauchen.
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  • Kommentar von Pascal Guillaume (Wickedtwix)
    Ich würde mir manchmal wünschen das die Medien den Unterschied von realisierten und unrealisierten Währungsgewinnen besser erläutern würden. Nur weil die Fremdwährungen der SNB einen höheren Buchwert haben, hat die SNB noch keinen Franken mehr in der Kasse der ausbezahlt werden kann. Erst wenn sie die Devisen verkauft ist geld da. Aber das bei all diesen Gewinnmeldungen ohne Hintergrundwissen die Forderungen nach Zahlungen laut werden ist dann keine Überraschung.
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