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BAG prüft Massnahmen gegen Arzneimittelengpässe
Aus HeuteMorgen vom 08.11.2019.
abspielen. Laufzeit 01:45 Minuten.
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600 Medikamente fehlen derzeit BAG sagt Arznei-Engpässen den Kampf an

  • Hunderte Medikamente sind derzeit in der Schweiz nicht lieferbar.
  • Das Bundesamt für Gesundheit prüft verschiedene Massnahmen um die Situation zu entspannen.
  • Bis zum nächsten Frühling will man einen Katalog mit Lösungsansätzen erarbeiten.

Die Situation sei angespannt, sagt Daniel Albrecht. Er leitet beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) die Abteilung Heilmittelrecht.

So waren Ende Oktober fast 600 Medikamente nicht lieferbar, wie Radio SRF bereits gemeldet hat. Albrecht: «Das BAG hat festgestellt, dass sich diese Situation in letzter Zeit zugespitzt hat.»

Exportverbote und ausgeweitete Lagerhaltung

Die Behörde will die Situation verbessern und untersucht verschiedene Massnahmen – auch unbeliebte, wie ein Exportverbot, so wie es aktuell auch in Österreich diskutiert wird: «Dort ginge es eigentlich darum, dass der Bund es verbieten würde, wenn Arzneimittel von einem Engpass betroffen sind, und dies noch in den Schweizer Lagern verfügbar wären, dürften die dann nicht mehr exportiert werden.»

Die Schweiz könnte aber auch ihren Notvorrat an Heilmitteln vergrössern. Bis jetzt bewahrt man in Pflichtlagern lebensnotwendige Medikamente auf. «Und eine Möglichkeit wäre, dass man diese Pflichtlagerhaltung eben auch auf weitere Arzneimittel ausbauen würde.» Zum Beispiel auf solche gegen Parkinson oder Bluthochdruck.

Keine einfache Aufgabe

Auch Industrie, Kantone und Spitäler könnten vielleicht mehr Medikamente lagern – das ist eine weitere Idee, die das BAG genauer untersuchen will.

Es ist keine einfache Aufgabe, die das Bundesamt vor sich hat. Versorgungsengpässe bei Medikamenten sind ein weltweites Problem. Die Herstellung wird – aus wirtschaftlichen Gründen – oft an wenigen Orten zentralisiert. Ausfälle oder Qualitätsprobleme in einem Unternehmen wirken sich folglich weltweit aus.

Massnahmenkatalog geplant

Bis nächsten Frühling nun will das Bundesamt für Gesundheit einen Massnahmenkatalog präsentieren. Dieser wird danach in verschiedenen Departementen geprüft.

Vorläufig ist aber weiter mit Versorgungsengpässen bei Medikamenten zu rechnen.

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18 Kommentare

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  • Kommentar von Verena Schär  (Nachdenklich)
    Im Zeitraum von 14 Tagen wurde ich damit konfrontiert, dass 2 mir liebe Menschen einen Nierentumor haben.
    Das Warum für diese Tumore, liebe Behörden, interessiert mich und nicht die Chemie die viele Menschen noch kränker macht.
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  • Kommentar von Urs Stäbler  (Stab)
    Ich habe bereits am 14.11. im letzten Jahr meine Freunde auf die bevorstehende Medikamentenengpässe. Man wusste also schon damals was auf uns zukommt. Ich habe diesen Insidertipp damals erhalten. Und wenn ich das schon weiss, einer der nichts mit der
    Branche zu tun hat, müsste das BAG diese
    Informationen auch gehabt haben. Ich habe dann meinen Freunden empfohlen, sich mit den für sie lebensnotwendigen Medikamenten einzudecken, sofern das Verfallsdatum dies zulässt.
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  • Kommentar von Eva Werle  (Eva Werle)
    wer weiss für was das gut ist?
    man lässt billig produzieren und verkauft hier teuer. wehrt sich jetzt mal jemand dagegen?
    das gesundheitssystem macht sich abhängig und erpressbar von der pharmaindustrie. wehrt sich jetzt mal jemand dagegen?
    die menschen werden mit chemikalien behandelt, die sie oft kränker machen als sie vorher waren. wehrt sich jetzt mal jemand dagegen?
    medikamente aus dem ausland sind z.t. mit schadstoffen verunreinigt. wehrt sich jetzt mal jemand dagegen?
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    1. Antwort von Ernst Krauss  (Botschvs)
      Niemand wird gezwungen, den minderwertingen Chemiedreck zu konsumieren. Jeder darf mit einem Lindenblütentee ohne Chemie friedlich an Nierenversagen einschlafen.
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    2. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      Die meisten Pharmaka stammen der Küche der Natur, Herr Kraus. Es wäre zu begrüssen, wenn das therapeutische Vorgehen vom Naheliegenden, einfachen und Selbstverantwortung fördernden zum komplexen, technischen hin gehen würde und nicht umgekehrt. Basis sollten Heilmethoden, die Selbstregulation, -Verantwortung und -Heilung fördern sein. Käme sicher günstiger und wurde der 'Volks'Gesundheit sicher nicht zum Schaden gereichen.
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