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Schweiz 68'000 Unterschriften gegen zweite Gotthard-Röhre eingereicht

Der Entscheid im Parlament über die Sanierung des Gotthard-Strassentunnels steht noch aus. Die Gegner einer zweiten Tunnelröhre mach aber bereits mobil. Zusammen mit 30 Organisationen hat die Alpen-Initiative in den vergangenen Wochen über 68'000 Unterschriften gesammelt.

Frühe Opposition gegen eine eventuelle zweite Tunnelröhre: «Wir sind mehr als referendumsfähig», sagte Fabio Pedrina, Präsident der Alpen-Initiative, bei der Übergabe der Unterschriften. Die Gegner seien bereit und schlagkräftig. «Das ist eine gute Nachricht für den Alpenschutz.»
 
Die Forderung ist klar: Der Bundesrat soll auf seine früheren Studien zur Sanierung des Gotthard-Strassentunnels zurückkommen und keine zweite Röhre planen. Falls er dies trotzdem tut und das Parlament ebenfalls auf den zweiten Tunnel setzt, will die Alpen-Initiative in einer breiten Koalition das Referendum ergreifen.

Falsches Zeichen

Die Gegner einer zweiten Röhre argumentieren, dass die Sanierungslösung mit einem Bahnverlad für Autos und Lastwagen drei Milliarden Franken weniger kosten würde als die zweite Röhre. «Zudem sabotiert eine zweite Strassenröhre die vom Volk gewünschte Verlagerung des Gütertransitverkehrs auf die Schiene», schreiben die Petitionäre.
 
Die Umweltschützer warnten weiter vor Mehrverkehr auf der Nord-Süd-Achse, wo die Grenzwerte für Feinstaub nach wie vor überschritten würden. Auch sei es unglaubhaft, dass bei zwei Röhren diese nur je einspurig benutzt würden, wie das der Bundesrat verspricht.

14 Kommentare

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  • Kommentar von René Wagner, Möriken
    Die grössten und die häufigsten Staus finden in den Agglomerationen statt und nicht am Gotthard. Es ist deshalb eine verfassungswidrige Zwängerei, wenn die Mitte-Rechtsparteien eine zweite Röhre verlangen. Geradezu dreist ist deren Bereitschaft, das von uns allen erarbeitete Geld für einen Mindernutzen zum Fenster hinaus zu werfen. Wir lehnen die zweite Röhre ab. Wir wollen eine soziale und keine zubetonierte Schweiz.
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    1. Antwort von Beppie Hermann, Bern
      Meine ich auch, Herr Wagner! Kommt hinzu, wo Kapazitäten geschaffen werden, werden sie genutzt, und so läuft das immer weiter. So gesehen könnten wir gleich das gesamte Gotthardmassiv sprengen und in der ganzen Breite ausbauen. Seen, zur Versenkung des anfallenden Materials, stehen ja genügend zur Verfügung. Hauptsache den Menschen gehts gut und bequem.
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    2. Antwort von Hans Haller, Kölliken
      Sie können noch so lange dagegen sein, am Ende kommt sie doch. Spätestens wenn sich die EU räuspert, eilt man sich in allen Lagern in Bern, diese Strassenverbindung auf 4 Spuren auszubauen. - Normalerweise wird doch so lange und immer wiederkehrend abgestimmt bis das "gewünschte Resultat" vorliegt. Gerade die EU wird da zu gegebener Zeit Druck auf die Schweiz machen. - Wetten dass....!
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    3. Antwort von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
      @René Wagner u. Beppie Hermann: Ich glaube schon, dass Hans Haller recht hat. Es war schon eine Schnapsidee nicht nur am Gotthard, sondern auch am Gubrist-Tunnel nicht vorausschauender zu planen u. zu bauen. Die Abgase der stehenden Kolonnen sind ja auch nicht das Gelbe vom Ei. Und bitte vergesst die SBB die Güter werden in paar Jahren mit Ausnahmen auf der Strasse transportiert. Da hilft kein Weh und Ach.
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    4. Antwort von Beppie Hermann, Bern
      Ja klar, Herren Haller und Girschweiler, wenn alle bei jeder Gelegenheit erstmal so resigniert denken würden wie Ihr, hätten Regierung und EU und Amerika und überhaupt ein noch leichteres Spiel.
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  • Kommentar von A.Schweigler, ZH
    Ewig die langen Staus oder Stop and Gow von all den Autos und Lastwagen sind sicher schädlich Luft und Lärm. Supper... Eine zweite Röhre bringt entlastung den die Fahrzeuge kommen sowiso und es werden immer mehr. Aber was soll man von Leuten halten die die Alpen nur von oben sehen weil sie sich das nicht antuhn wollen.
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  • Kommentar von Hans Haller, Kölliken
    Was regen wir uns ob dieser Frage überhaupt noch auf? - Ist es nicht so, dass die EU dereinst sowieso das Sagen hier in der Schweiz übernimmt und dann erübrigt sich die Frage so oder so für uns. - Es heisst dann diplomatisch: "automatische Rechtsübernahme von EU-Recht", oder es wird irgend eine andere Argumentation gebraucht, mit welcher wir EU-konform zurecht gebogen werden. Wetten so kommts...?
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