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Schweiz Ab 2016 gibt es die neuen Banknoten

Im April nächsten Jahres kommen die neuen Schweizer Banknoten heraus. Den Start macht die 50-Franken-Note. Ursprünglich sollten die neuen Scheine viel früher herausgegeben werden.

Banknotenserie der Grafikerin Manuela Pfrunder
Legende: Ein Entwurf der Grafikerin Manuela Pfrunder von 2005. Auf dieser Basis sollen die neuen Banknoten entstehen. Keystone

Nach langer Verzögerung steht nun fest: Die neuen Schweizer Banknoten kommen ab nächstem Jahr in Umlauf. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) wird im April 2016 mit der Emission der neuen Noten-Serie beginnen.

Als erstes wird die 50-Franken-Note herausgegeben, wie die SNB mitteilte. Die weiteren Noten sollen dann mit einem Abstand von einem halben bis einem Jahr in den Umlauf kommen, angefangen mit der 20-Franken-Note. Bis 2019 sollen alle neuen Geldscheine im Umlauf sein.

Geplanter Termin platzte

Eigentlich sollten die neuen Noten schon längst gedruckt sein. Nach einem Ideenwettbewerb, der 2005 stattgefunden hatte, sollte eine erste Serie im Herbst 2010 in Umlauf kommen. Doch wegen technischer Probleme verzögerte sich der Termin mehrmals.

In einer frühen Produktionsphase traten unerwartete technische Probleme auf. Auch der Herausgabe-Termin Ende 2012 konnte nicht eingehalten werden. Welcher Art die technischen Probleme waren, gab die Nationalbank nicht bekannt. Orell Füssli machte dafür Probleme bei einem Lieferanten verantwortlich. Ende 2013 musste die Nationalbank sogar einräumen, dass 1800 nicht ganz fertige 1000er-Noten aus dem Produktionsprozess gestohlen wurden

Die SNB erklärte aber, die Verzögerungen könnten ohne Bedenken erfolgen, weil die heutigen Banknoten anhaltend hohe Sicherheitsstandards erfüllten.

Die Noten werden von der Banknotendruckerei der Industrie- und Buchhandelsgruppe Orell Füssli gedruckt, die seit Beginn des 20. Jahrhunderts das Schweizer Papiergeld herstellt. Auch andere Länder lassen Noten bei Orell Füssli drucken. Das Unternehmen hält die Identität seiner Kunden jedoch geheim.

Keine Personen mehr auf den Scheinen

Wie die Noten definitiv aussehen werden, ist noch nicht bekannt. Mit der neuen Serie kehrt die SNB aber der Darstellung von historischen Personen auf den Banknoten den Rücken.

Gestaltet wurden die neuen Motive von der Grafikerin Manuela Pfrunder. Diese zeigen Berge, Schmetterlinge, Eisblumen, eine Sternwarte und Skisport. Die neuen Noten sollen das Bild der Schweiz unter dem Motto «weltoffene Schweiz» als Stätte der Begegnung abbilden und Themen wie Organisation, Kreativität, Erlebnis, Menschlichkeit, Fortschritt und Dialog hervorheben.

Zweitplatzierte entwirft die neuen Banknoten

Pfrunder hatte 2005 beim Ideenwettbewerb der Nationalbank für neue Banknoten den zweiten Preis gewonnen. Die Nationalbank hatte aber ihre Entwürfe dem Gewinner des Wettbewerbes vorgezogen, weil sie ihre Entwürfe als besonders geeignet für die Realisierung hielten.

Die preisgekrönte Serie des Gewinners, des Zürcher Grafikers Manuel Krebs, hatte eine Polemik ausgelöst. Besonders ein Totenschädel auf der 1000er-Note sorgte für Gesprächsstoff. Aber auch Pfrunders Entwürfe wollte die Nationalbank in gestalterischer und technischer Hinsicht noch grundlegend überarbeiten.

Gleich bleiben werden auf jeden Fall die Notenwerte (10, 20, 50, 100, 200 und 1000 Franken) und deren Farben. Die Zehnernote wird also weiterhin gelb, die 50er-Note grün sein. Allerdings sollen die Scheine etwas kleiner werden.

Geheimnis ums Aussehen

Wie die neuen Noten aussehen, bleibt bis nächsten April geheim. Die Nationalbank veröffentlicht vorher keine Bilder. Wie ein Sprecher auf Anfrage von SRF News sagte, unterscheiden sich die definitiven Sujets in der Regel stark von den Entwürfen. Das sei auch bei der neuen Notenserie so. Von den Entwürfen übernommen würden aber die Grundfarben.

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35 Kommentare

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  • Kommentar von Rudolf R. Blaser, Aeschi
    Also, da soll mir aber niemand daherkommen, die Manuela habe den Auftrag nicht durch Nepotismus an Land gezogen. Jeder Geschenkgutschein zeigt mehr Kenntnis von Farbenlehre als dieser peinliche Ausfluss und diese plumpe Herabwürdigung unserer Währung. Schon alleine die phantasielosen und abstossenden Farben müssen und werden zur Abwertung des CHF beitragen. Müssen wir uns so was gefallen lassen?? Gebrauch verweigern oder durch CNY ersetzen und am besten das Zeug gleich wieder einstampfen.
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  • Kommentar von Eduard Biner, Zermatt
    Während man (unnötigerweise) immer wieder neu gestaltete Noten herausgibt, werden die unmöglichen und schlecht unterscheidbaren Münzen nie geändert! (über 100 Jahre). Mein Vorschlag: Das Zehn- und Zwanzig-Rampenstück in Messing (gelb), wie das Fünf-Rappenstück, vielleicht etwas grösser, als jetzt. Das würde die Unterscheidbarkeit wesentlich verbessern.
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  • Kommentar von Niklaus Bächler, Winterthur
    An alle Stänkerer: DAS SIND ENTWÜRFE und keine Originale!!!!!!! Also spart euch eure dauernden Kritikergene für reale Probleme auf!!!!!
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