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Abbau auf Raten Bund will Hälfte der Zivilschutzanlagen schliessen

Legende: Audio Bund nennt erstmals Zahlen zu Zivilschutzanlagen abspielen. Laufzeit 01:47 Minuten.
01:47 min, aus HeuteMorgen vom 07.12.2017.
  • In fast jeder Schweizer Gemeinde steht eine Zivilschutzanlage. Die meisten stammen aus der Zeit des Kalten Krieges.
  • Nun wird bekannt: Der Bund will etwa die Hälfte von ihnen schliessen.

Der Kalte Krieg liegt weit zurück. Unter der Erde aber hat sich seit den 1980er-Jahren nur wenig verändert: Rund 2000 Zivilschutzanlagen verteilen sich über das Land. Dabei brauche es viele von ihnen schlicht nicht mehr, sagt Kurt Münger vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz. «Die sicherheitspolitische Lage ist sicherlich nicht mehr die gleiche wie in der Epoche des Kalten Krieges. Insofern ist auch der Bedarf nicht mehr genau gleich.»

Der Zivilschutz sei heute stärker auf Hilfe bei Naturkatastrophen ausgerichtet – und auch gebe es schlicht nicht mehr genügend Zivilschützer, um alle Anlagen betreiben zu können. Der Bund nennt nun zum ersten Mal konkrete Zahlen: Er will rund die Hälfte der 2000 Anlagen stilllegen. «Die Schätzung bewegt sich, dass die Zahl um 800 bis 1200 Anlagen reduziert werden kann», sagt Bundesamtssprecher Münger.

Die sicherheitspolitische Lage ist sicherlich nicht mehr die gleiche wie in der Epoche des Kalten Krieges. Insofern ist auch der Bedarf nicht mehr genau gleich.
Autor: Kurt MüngerBundesamt für Bevölkerungsschutz

Die Schutzräume für die Bevölkerung sind nicht betroffen, schliessen sollen hingegen Anlagen, die der Zivilschutz selbst nutzt: unterirdische Spitäler, Führungsanlagen oder Mannschaftsunterkünfte – WK-Soldaten übernachten regelmässig in solchen Anlagen. Mancherorts sind auch Asylsuchende untergebracht.

Der Abbau kommt auf Raten: Der Bund will verteilt über 25 Jahre Unterstützungsbeiträge für die einzelnen Anlagen streichen. Was mit einer Anlage geschieht, wenn die Bundeshilfe ausläuft, darüber entscheiden die Eigentümer – also Kantone und Gemeinden. Münger erklärt: «Im Vordergrund steht die Umnutzung dieser Infrastrukturen.»

Die Schätzung bewegt sich, dass die Zahl um 800 bis 1200 Anlagen reduziert werden kann.

Der Abbau geht ins Geld: Der Bund zahlt für den Ausbau von Technik und Einrichtung, wenn eine Anlage ganz stillgelegt wird. Den Rest übernehmen die Eigentümer. Alleine der Bund rechnet mit Kosten von mehreren Millionen Franken pro Jahr.

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Tina Müller (TinaMüller)
    Die Anlagen bestehen heute. Warum nutzt man sie denn nicht effektiver als Asylunterkünfte? Anstatt für zig Millionen neue, oberirdische Anlagen zu bauen? Für unsere eigenen Leute taugten die Anlagen ja immer. Sicherheit bieten sie. Also wären sie ja wirklich zumutbar für Leute, die im Asylprozess verweilen. Es gibt kein Menschenrecht auf eine Luxusvilla, das meinen nur ein paar Extremlinksorientierte.
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    1. Antwort von Claudia Beutler (Claudia)
      Man bring dort keine Asylanten unter weil es nicht auszuhalten ist und Luxus Unterkünfte sind Asylanten Heime wirklich nicht. Haben sie schon mal eines von Innen gesehen?
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  • Kommentar von Claudia Beutler (Claudia)
    Heute zu Tage sind Zivilschutzanlage wirklich unrealistisch. Wie lange sollen wir den darin hocken, bis die Atomare Wolke abgezogen ist, oder die Giftgaswolke. Ein Test im Zivilschutzanlage Sonnenberg hat gezeigt, das die Menschen dort innerhalb weniger Tage eine Immer bekommen haben. Das wird sicher spassig. Sollten es wirklich zu einem Konflikt kommen, helfen diese Anlagen höchstens eine paar Tage oder Wochen zu überleben, und dann......
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  • Kommentar von Alain Terrieur (Imhof)
    ...diese "BatterieMensch-Anlagen" wurden durch Abstimmungen von unseren Volks"Vertretern" ganz legal, gebaut!
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