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Schweiz Abgewiesene Asylbewerber stellen kaum noch Härtefallgesuche

Die Zahl der Gesuche von abgewiesenen Asylbewerbern, die im Kanton Zürich als Härtefälle anerkannt werden möchten, ist im vergangenen Jahr massiv gesunken. Die Härtefallkommission hatte insgesamt 26 Fälle zu beurteilen. Im Vorjahr waren es noch deren 45 gewesen.

Blick auf einen telefonierenden Asylbewerber von hinten.
Legende: Abgewiesene Asylbewerber wenden sich kaum mehr an die Härtefallkommission des Kantons Zürich. Keystone

Verglichen mit ihrem ersten Amtsjahr sah sich die Härtefallkommission im vergangenen Jahr mit gut zwei Dritteln weniger Gesuchen konfrontiert: 2010 befasste sich die Kommission noch mit 81 Gesuchen. Im Jahr darauf fiel die Zahl der Gesuche auf 46. Sie blieb danach bis und mit 2013 in etwa konstant.

Neun von den im vergangenen Jahr behandelten 26 Gesuchen wurden sowohl vom Migrationsamt als auch von der Härtefallkommission zur Annahme empfohlen. In 13 Fällen entschied das Migrationsamt negativ – die Härtefallkommission bestätigte diese Entscheide und lehnte die Gesuche ab. Dies teilt die Sicherheitsdirektion heute mit.

Im Zweifelsfall entscheidet der Sicherheitsdirektor

Portrait von Sicherheitsdirektor Mario Fehr.
Legende: Regierungsrat Mario Fehr hiess 2014 drei von vier Härtefallgesuchen gut. Keystone

Drei Gesuche unterstützte die Kommission. Sie kam damit zu einem anderen Schluss als das Migrationsamt. Diese Entscheide wurden Sicherheitsdirektor Mario Fehr zum Entscheid vorgelegt.

In einem einzelnen Fall sprach sich die Kommission gegen den positiven Entscheid des Migrationsamts aus. Auch in diesem Fall oblag es an Regierungsrat Fehr, einen Entscheid zu fällen. Von den insgesamt vier vorgelegten Fällen entschied sich der Sicherheitsdirektor in drei Fällen für die Gesuchsteller. Ein viertes Gesuch lehnte Fehr ab.

Zukunft der Kommission ungewiss

Die Härtefallkommission wurde 2002 abgeschafft, im Herbst 2009 jedoch wieder eingeführt. Sie gibt lediglich Empfehlungen ab. Über Aufnahme oder Ausweisung von Flüchtlingen entscheiden die neun Kommissionsmitglieder nicht. In den vergangenen fünf Jahren hat die Härtefallkommission insgesamt fünf Gesuche gegen den positiven Entscheid des Migrationsamtes zur Ablehnung empfohlen.

Die Zukunft der Kommission ist ungewiss. Im Juli 2013 reichte die SVP ihre kantonale Volksinitiative «Keine Härtefallkommission für abgewiesene Asylsuchende und Personen mit ungeregeltem Aufenthalt» ein, welche die Abschaffung der Kommission verlangt.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    Auch nicht noetig, die tauchen unter....aehmmmm...;-)... ohohoh, das haben schon andere geschrieben.. na denn, doppeln wir nach....
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  • Kommentar von Hadrian Han, Berner in Asien
    Untertauchen ist einfacher als Härtefallgesuch stellen :-) . Unsere Behörden haben dann mehr Zeit die legitimen langjährigen drittstaatsangehörigen Ehepartner von Schweizer Bürgern zu drangsalieren.
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  • Kommentar von Björn Christen, Bern
    Abgewiesene Asylbewerber stellen kaum noch Härtefallgesuche? Müssen Sie ja auch gar nicht - abgeschoben werden Wirtschaftsflüchtlinge ja nicht zuletzt auch dank der schützenden Hand von Frau Sommaruga eh kaum. Gemäss SRF.ch bezogen 2013 fast 15,000 abgewiesene Asylanten Hilfe vom Staat. Die Dunkelziffer der Abgeweisenen, die einfach untergetaucht sind, dürfte noch um ein Vielfaches höher sein!
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