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Schweiz Abkommen zum automatischen Informationsaustausch steht

Einigung beim automatischen Informationsaustausch: Die Schweiz und die EU haben das Abkommen zum Austausch von Steuerdaten fertig gestellt. Nun müssen aber noch alle 28 EU-Mitgliedsstaaten grünes Licht geben.

Die Schweiz und die EU haben sich über den automatischen Informationsaustausch in Steuersachen geeinigt: Staatssekretär Jacques de Watteville und sein Verhandlungspartner bei der EU-Kommission, Heinz Zourek, haben am Donnerstag in Brüssel das Abkommen paraphiert.

Hohe Hürden für das Abkommen

Bevor das Abkommen jedoch definitiv unterzeichnet werden kann, müssen die 28 EU-Mitgliedstaaten noch grünes Licht geben. Auf Schweizer Seite braucht es die Zustimmung des Parlaments. Zudem unterliegt das Abkommen dem fakultativen Referendum.

Der gesetzgeberische Prozess erlaubt somit die Einführung des automatischen Informationsaustausches frühestens 2017. Das bedeutet, Schweizer Finanzinstitute könnten ab 2017 Daten sammeln, die dann ab 2018 ausgetauscht würden.

Abkommen entspricht globalem Standard

Das Abkommen mit der EU basiert auf dem von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) entwickelten globalen Standard zum automatischen Informationsaustausch, der immer gegenseitig ist.

Ist das Abkommen mit der EU dereinst in Kraft, müssen die Schweizer Banken Finanzdaten von natürlichen und juristischen Personen, die in einem EU-Land steuerpflichtig sind, den Schweizer Steuerbehörden melden. Diese wiederum liefern die Informationen weiter an die Steuerbehörden des entsprechenden EU-Landes.Die gleichen Verpflichtungen haben natürlich auch die 28 EU-Staaten gegenüber der Schweiz.

Gemäss OECD-Standard handelt es sich bei der Datenweitergabe um Konto- und Steueridentifikationsnummer sowie Namen, Adresse und Geburtsdatum, alle Einkommensarten und den Saldo des Kontos. Die Daten dürfen nur zum dafür vereinbarten Zweck verwendet werden.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von m.mitulla, wil
    "Die Daten dürfen nur zum dafür vereinbarten Zweck verwendet werden." Diese Aussage halte ich für einen schlechten Witz in Zeiten der beschleunigten Datenerhebung -erfassung und -speicherung. Ausgedeutscht müsste es heissen, die Schweiz beugt sich der int. Forderung nach dem gläsernen Bürger.
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  • Kommentar von Hans Knecht, Torny
    Es würde mich nicht erstauen, wenn der Indormationsaustausch nicht ganz durchdacht wurde. Er könnte vielleicht noch zu einigen Dramas führen, wenn jemand hier Gelder in der 2. und 3. Säule hat und mal temporär im Ausland arbeitet und das Land diese Gelder als steuerpflichtige Vermögen betrachtet.
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  • Kommentar von E. Studer, Zürich
    Von wegen Abkommen entspricht globalem Standard, dieser Titel ist verwirrend denn die USA erfüllt den Standard auch nicht beim liefern von Daten. Nun kann nach ja nicht umbedingt davon sprechen das die USA wenig relevant wären in diesen Angelegenheiten. Desshalb ist das Augenwischerei von globalem Standard zu sprechen.
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    1. Antwort von Sascha Stalder, Oberdiessbach
      Nun das Metrische System ist auch globaler Standard obwohl die Amis immer noch ihre Inch haben ;-) es gibt noch viele solcher Beispiele.
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