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Einbürgerung Drittgeneration soll leichter an roten Pass kommen

Ausländer der dritten Generation sollen sich in der Schweiz erleichtert einbürgern lassen können. Der Nationalrat hat sich für eine Änderung der Bundesverfassung und des Bürgerrechtsgesetzes ausgesprochen. Die SVP stellte sich erfolglos dagegen.

Es ist eine Minimallösung, zu welcher der Nationalrat Ja gesagt hat: Ausländer dritter Generation sollen sich erleichtert einbürgern lassen können. Eine automatische Einbürgerung bei der Geburt in der Schweiz ist nicht vorgesehen. Auch die Enkel von Immigranten sollen das Bürgerrecht nur auf Antrag erhalten.

Kind mit Etui und Stiften
Legende: Erleichterte Einbürgerung für Ausländer dritter Generation (Symbolbild). Keystone

Voraussetzung wäre neben der eigenen Geburt in der Schweiz mindestens ein Grosselternteil, der in der in der Schweiz geboren worden ist oder ein Aufenthaltsrecht besessen hat. Auch muss mindestens ein Elternteil hier geboren worden sein oder vor dem zwölften Lebensjahr eine Aufenthaltsbewilligung erhalten haben.

Der Bund könnte aber auch die Einbürgerung verweigern – bei Straftaten oder wenn Gefahr für die öffentliche Sicherheit besteht. Den Kantonen steht es heute frei, Einbürgerungserleichterungen für Ausländer der dritten Generation vorzusehen.

Die Vorlage basiert auf einer parlamentarischen Initiative der Waadtländer SP-Nationalrätin Ada Marra mit dem Titel «Die Schweiz muss ihre Kinder anerkennen». Sie geht nun an den Ständerat. Stimmt auch er zu, wird das Volk das letzte Wort haben, da die Bundesverfassung geändert werden muss.

6 Kommentare

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  • Kommentar von Hz. imBoden, Ringgenberg
    ROTER PASS Seit Zulassung der doppelten Staatsbürgerschaft haben sich die Einbürgerungen vervielfacht. Die Tatsache, dass etliche Ausländer erst ein EB-Gesuch stellen, wenn sie das BR ihres Herkunftslandes behalten können zeigt, dass sich «diese Leute gar nicht richtig als Schweizer fühlen, sondern nur vom Schweizer BR profitieren wollen! Nur wer auch wirklich Schweizer werden möchte, sollte auch CH werden dürfen, und zwar mit allen Konsequenzen – also mit Verlust des BR des Herkunftslandes.
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  • Kommentar von Max Müller, Wangen
    Liebe SP,. da könnt ihr ja gleich den SchweizerPass bei der Einreise verschenken. Wieder eine weitere Verhöhnung des Schweizervolkes.
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    1. Antwort von P. Studer, Zug
      Verhöhnung? Sie sind lustig! Echt! Ich würde gerne meine Probleme gegen die Ihren eintauschen, wenn schon die Staatsbürgerschaft eines in der Schweiz geborenen und aufgewachsenen Kindes Sie derart stört!
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    2. Antwort von Ruth voitel, 4523 niederwil
      Ricardo,da könnte man die CH Pässe auch verkaufen,dem Meistbietenden.Solange Doppelbürgerrecht möglich ist bin gegen jede Einbürgerung.Wie sagt man so schön das Füfi uns Wegglitt und sich ja nicht integrieren.Meistens können diese Leute nicht einmal eine Landessprache .
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  • Kommentar von K.D.Waldeck, Bellinzona
    Es wäre anzustreben das diese NEUEN CH-Bürger KEINE Doppelbürgerschaft haben dürfen.
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