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Gripen Kampfjet-Gegner: Geld für Bildung statt für Gripen

Für das Bündnis «Nein zu den Kampfjet-Milliarden» ist klar: Die leeren Kassen bei Bund, Kantonen und Gemeinden sind Grund genug, um den Kauf von 22 Gripen zu unterlassen. Stattdessen soll das Geld für Bildung und AHV eingesetzt werden.

Papierflieger aus «Tausendernoten» landen in einem Abfalleimer.
Legende: Der Kauf der Gripen – ein teures Projekt. Und eines, für das man nicht 3,1 Milliarden hinblättern sollte, so die Gegner. Keystone

Die Kosten für die 22 Gripen-Kampfflugzeuge würden sich auf 3,1 Milliarden Franken belaufen – die Kosten über die gesamte Betriebsdauer beziffern die Gegner gar mit 10 Milliarden Franken. Bundesrat Maurer berufe sich auf die bisherigen Erfahrungen bei den 32 F/A-18. Das sei jedoch beim Gripen viel mehr. So oder so: Die Kampfjet-Gegner sind überzeugt, dass dieses Geld sinnvoller eingesetzt werden könnte.

Kontra: Teures und unnötiges Risiko

Eine Finanzspritze täte etwa der Bildung, dem öffentlichen Verkehr oder der AHV gut. Dieser Meinung ist auch der Grüne Nationalrat Daniel Vischer (ZH).

Legende: Video Daniel Vischer zum Gripen abspielen. Laufzeit 0:36 Minuten.
Vom 31.03.2014.

Neben den hohen Kosten führen die Gegner das Risiko ins Feld, das die Schweizer mit dem Kauf des Gripen eingeht. Das ausgewählte Modell existiere erst auf dem Papier, sagte Nationalrätin Evi Allemann (SP/BE). Sollten die Jets nicht oder zu spät geliefert werden oder die Kosten aus dem Ruder laufen, würden die Schweizer Steuerzahlenden das Risiko tragen.

Für die Gegner ist der Gripen ein «teures und unnötiges Risiko», denn die Schweiz kaufe sich damit keine zusätzliche Sicherheit. Die Luftwaffe könne mit den vorhandenen 32 F/A-18-Jets ihre Aufgaben für die nächsten Jahrzehnte erfüllen.

Pro: F/A-18 reichen nicht für Sicherheit

Der Gripen soll die in die Jahre gekommenen Tiger-Kampfflugzeuge ersetzen. Das Schweizer Stimmvolk entscheidet am 18. Mai aber nicht über den Kauf selber, sondern über das Gripen-Fonds-Gesetz. Dieses bildet die Grundlage für die Finanzierung von 22 Gripen-Kampjets des schwedischen Herstellers Saab für gut 3,1 Milliarden Franken.

Das Referendum ergriffen haben die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA), linke Parteien und Organisationen sowie die GLP. Nach Ansicht der Befürworter ist der Gripen-Kauf nötig, weil mit der F/A-18-Flotte allein der Schweizer Luftraum nicht gesichert werden kann.

Die Befürworter des Kaufs von neuen Kampfjets haben ihre Kampagne am 28. Februar lanciert. Mehr dazu lesen Sie hier.

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36 Kommentare

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  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    Da aufgrund der jährlichen Milliardenkosten im Asylunwesen ohnehin keine Anschaffungen von neuen Kampfflugzeugen finanziell drinliegen, darf dieses Geldgeschenk als einfache Spende betrachtet werden. Es dürfte hoffentlich inzwischen auch bis nach Schweden durchgedrungen sein, dass aufgrund des Milliarden schwerden Asylunwesens auch der Steuerzahler in der CH den Gürtel enger zu schnallen hat und neue Kampfflugzeuge daher auch für die CH schlicht nicht bezahlbar sind.
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  • Kommentar von Ch. Gerber, Basel
    Wir gegen Milliarden an Hilfsgerlder ins Ausland, der Bund zahlt Wuchersummen an Bauen und IT Projekte, Zweckentfrenden 69% der Strasseneinnahmen für andere Departemente u.a. 66% für die SBB und jetzt ist man unzufrieden wengen ein paar Milliarden, die man für die dringende Erneuerung der Fliegerflotte investiert, welche weniger kosten wird (Wartung und Unterhalt). Was ist eigendlich mit euch los ihr Gegner? Könnt ihr nicht mal 1+1 zusammen rechnen?
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    1. Antwort von R.Käser, Zürich
      @Gerber, "Fliegerflotte welche weniger Kosten wird", Wie in Bern gerechnet wird sehn wir an der Unternehmens- Steuerreform von FDP und SVP. Das Volk wird mit Zahlen belogen damit politische Anliegen durchgeboxt werden. Ich glaube diesen Brüdern kein Wort mehr. Ein Politiker in Bern muss mir jeden Satz beweisen ansonsten gehe ich von einer brandschatzen Lüge aus. Der Unterhalt eines alten Autos ist immer billiger als der Kauf eines neuen, das gilt auch für unnütze Flieger. NEIN zu den Gripen
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  • Kommentar von M.Moser, Liestal
    Kampfflugzeuge sind reine Geldverschwendung von Steuergelder. Unsere Bodentruppen sind mit einer Ausrüstung von gestern unterwegs und dienen lediglich als Kanonenfutter. Bevor Milliarden für unnütze Flügerli verheizt werden, sollte die grosse Masse der Arme eine zeitgemässe Guerilliaausbildung erhalten. Das wird jedoch nicht gemacht weil es für die Gegengeschäftli von einigen wenigen nicht so toll ist. Darum ein fettes erzierisches NEIN.
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    1. Antwort von Hans Knecht, Torny
      M.Moser, könnten Sie bitte der Idee mit der Guerillia-Ausbildung mehr Glaubwürdigkeit verpassen und eine Volksinitiative mit solch einer Verpflichtung lanchieren? Danke.
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    2. Antwort von M.Moser, Liestal
      @Knecht, BR Maurer redet von der weltbesten Arme und vergisst aber, dass der wirkliche Standart marginal über dem der Pfadi und Jungwacht ist. Das ist sehr unseriös von BR Maurer. Im weiteren habe ich den Eindruck dass er wegen ungenannten Versprechen oder Drittinteressen den Gripen durchboxen will. Beschäftigen wir uns nach der "Lex Leuenberger" schon bald mit einer Lex Maurer? Die Karriere nach dem BR lockt nicht nur für die roten.
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