Berset präsentiert Bundesrat seine Gesundheitspolitik

Am kommenden Mittwoch präsentiert Bundesrat Alain Berset seinen Kollegen, wie die künftige Gesundheitspolitik aussehen soll. Der Bundesrat muss entscheiden, ob er mit einem Gegenvorschlag zur linken Initiative für einen öffentliche Einheitskasse antreten will.

Berset im Porträt.

Bildlegende: Die Vorschläge des Gesundheitsministers Alain Berset stehen auf wackligen Füssen. Keystone

Berset hat einen solchen Gegenvorschlag bereits präsentiert. Die Grundidee: Verursacht ein Patient sehr hohe Kosten, würden diese von einer gemeinsamen Rückversicherung übernommen. Die Vorschläge des Innenministers rufen die Bürgerlichen auf den Plan. Sie sprechen bereits von der Einführung einer «Einheitskasse light», die durch die Hintertür eingeführt werden soll.

Bersets Vorschlag soll den Kampf der Krankenkassen um möglichst gesunde Prämienzahler entschärfen. Um das zu erreichen, will der Bundesrat die einzelnen Kassen bei den besonders teuren Patienten entlasten.

«Alles in allem zielt Bersets Vorschlag darauf ab, die Höhe der Prämien zu vereinheitlichen», schreibt der «Sonntagsblick» zu dem Thema. Der Widerstand der Bürgerlichen und der Versicherungen wird gross sein. Das Hauptargument werde laut der Zeitung sein, dass mit seinen Vorschlägen der Wettbewerb ausgehebelt werde. Dies führe zu steigenden Prämien.

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Berset präsentiert künftige Gesundheitspolitik

2:22 min, aus Tagesschau vom 24.2.2013

Unterstützung findet Bundesrat Berset mit seiner Idee nur noch bei den Linken, die auch hinter der Initiative für eine öffentliche Krankenkasse stehen. Gut möglich also, dass bei dem Druck der Gegenvorschlag von Berset schon jetzt keine Mehrheit finden wird.